Licht und Schatten

… so lautet die Überschrift zu unserer Teilnahme am Teamtraining-Seminar bei Angelika. Ich versuche uns so objektiv wie möglich zu betrachten und kann nur zu dem Schluss kommen …. Wenn einer von den dreien ausfällt, sind wir für keinen ein wirklich guter Ersatz!

Fiene hat das Training zwar gut durchgehalten. Sie war bis zum Schluß konzentriert, sie hatte keinen „Autofahrt-Knacks“, sie hat die vielen Schüsse gut weggesteckt…. aber …..

Wir haben bisher nie mitten im Wald trainiert. Das liegt zum einen daran, dass ich es mir mit dem Jagdpächter nicht verderben möchte, der mich wohlwollend duldet und zum anderen habe ich wirklich Schiß, dass mir Frau Bache nebst Familie mal über den Weg läuft.

Das Gelände war für Fiene also schon mal wirklich schwer. Ein weiteres Problem war die Tatsache, das an den Aufgaben ja immer mehrere Helfer beteiligt waren. Manche sichtbar andere hinter Bäumen versteckt hat sich Fiene immer auf den Helfer voll konzentriert, den sie gesehen hat. Das hat dann dazu geführt, dass sie z. Bsp. Markierungen nicht richtig beobachtet hat und planlos im Gelände rumgedöselt ist.

Auch das Voranschicken auf beschossene Blinds waren noch bömische Dörfer…. Wie soll ich das auch üben… Da müssen wohl am Sonntag die altbekannten Butterbrottüten wieder rausgekramt werden.

Obwohl einiges nicht bzw. erst im zweiten Anlauf geklappt hat habe ich ganz viel mitgenommen. Ich muss mit der Lütten in schwierigeres Gelände! Wir müssen jede Gelegenheit nutzten so viele Helfer wie möglich ins Gelände zu stellen und das Voran muss weiter gefestigt werden.

Außerdem habe ich wieder neue Aufgaben fürs Training, die es wirklich in sich haben und auch gut abgewandelt bzw. erweitert werden können.

Anspannung pur!

Wir starten den Walk up und gleichzeitig beginnt im Wald neben uns ein Treiben. Die Treiber gehen parallel zum Walk up mit. Dann dreht sich das Team in Richtung Wald. Jeder Hund soll ein Dummy reinbringen.

Fazit: Ein melodischer Singsang begleitet unseren Walk up…. Heeeeeel…….Lleeeeeeeft, Fuuuuuuß…. Es hätte sicher jede Menge Punkte gekostet! Aber besser als eingesprungen 😉

Gearbeitet hat sie gut. Zuerst ist sie etwas weit über das Suchengebiet rausgeschoßen, da hätte ich sie lt. Angelika früher zurückpfeifen müssen. „Unnötiger Geländeverbrauch“ nennt der Fachmann das wohl.

2 Markierungen und 1 Halb-Blind

Angelika erklärt die Aufgabe. Der sichtbar stehende Helfer wirft D 1 an eine gut sichtbare Stelle (Heidelbeersträucher). Danach wirft der zweite Helfer welcher von einem Baum verdeckt ist eine zweite Markierung. Hund 1 arbeitet D1, Hund 2 danach D2. Danach beschießt der Helfer noch das Blind D3 welches sofort von Hund 3 geholt wird.

Wir teilten uns auf. Dundee sollte das 1 Mark holen, Fiene das zweite und Colin sollte von Heike auf das Half-Blind eingewiesen werden. Ich hatte mich für D2 entschieden, da es am nächsten an uns dran war. Dies stellte sich als Fehlentscheidung raus denn Fiene hat verknüpft, da wo der Helfer steht, da geht die Party ab… und da sie nur Bernd sehen konnte ließ sie sich auch nicht davon überzeugen in die Richtung zu schauen, wo ihr Mark fiel. Trotzdem schickte ich sie aber sie ging einfach nicht tief genug ins Gelände. Erst als Irmi das Dummy erneut warf düste sie zielstrebig los um es reinzuholen. Die auf dem Boden liegenden Äste und das Gesträuch konnten sie dabei nicht bremsen.

Colin holte dann noch das Halb-Blind wobei wir in dieser Aufgabe die zweite Null (Fiene und ich waren 0 Nr 1) kassiert hätten denn, Heike schickte ohne Freigabe.

Man oh man, an was man alles denken, was man alles beachten muss. Volle Konzentration!

Wir haben zugeschaut 🙂

Hinter einem kleinen Huckel simulierte Irmi ein Treiben. Danach wurde D2 nach Abgabe eines Schusses auf eine Wiese geworfen. Schwierigkeit hier…. ein Stacheldrahtzaun. Nach D2 wurde wurde wiederum mit Schuss D3 geworfen. Nach der Reihe wurden die Aufgaben nach Freigabe abgearbeitet.

Ich wollte im Nachgang das Treiben arbeiten und stand vor unserem nächsten Problem. Sobald sie im Suchengebiet ankam und ich ihr ein aufmunterndes „High-Lost“ nachrief, blieb sie stehn und blickt mich fragend an…. „Was, willst du von mir Frauchen?“ Oh, weiha…. das kann ja heiter werden… und nur noch knapp 4 Wochen bis zum Nord-Cup!

Kein Problem!

Als Fiene auf dem Rückweg von D1 ist fällt die Verleitmarkierung D2. Während diese gearbeitet wird fällt wiederum die Verleitung D3. Die lange Markierung wurde von Virginia super gearbeitet. Über die alte Fallstelle … kein Problem!

Nur mit Vertrauensweg konnten wir das Dummy reinholen

Diese Aufgabe hatte es wirklich in sich. Ein beschossenes Blind wobei die Entfernung wirklich leicht war aber einige kleinere Äste und kleines Gestrüpp überwunden werden musste. Dann zwei Markierungen die eine bergauf und die andere einen Hang runter in eine richtig tiefe Senke.

Wir hatten uns abgesprochen und da Fiene und ich ja zum lernen da waren, haben wir für uns das Blind gewählt. Tief in meinem Inneren ahnte ich, dass….. könnte schief gehen! Das war einfach zu neu für die Kleine. Sie blieb bei Irmi hängen und ließ sich auch nicht überzeugen weiter voran zu gehen. Erst als wir den Vertrauensweg liefen und sie das Dummy tatsächlich gesehen hatte, ging sie voran. Allerding wählte sie auch den „landschaftlich schöneren“ Weg  und nicht den direkten.

Das war cool!

Unsere letzte Aufgabe. Angelika erklärte wie folgt. Der erste Helfer simuliert ein Treiben. Dann drehen um 180° und hinter einen Huckel wirft der zweite Helfer drei Markierungen. Von der Startposition mussten die Hunde durch eine kleine Senke, den den Huckel hoch und auf der anderen Seite runter um die Markierungen zu finden. Jetzt die Schwierigkeit! Die Dummys sollten so schnell wie möglich reingeholt werden. Wie und in welcher Reihenfolge…. egal!

Wir fachsimpelten… Hmmm, gleichzeitig schicken? Claudia gab zu bedenken, dass wir unsere Hunde gegenseitig stören könnten, wenn wir Pfeiffsignale geben. Stimmt! Angelika half uns auf die Sprünge… Abwechselnd einen Hund zum Mark, sobald dieser das Dummy aufgenommen hat wird der nächste in die Suche geschickt, dann wieder der nächste zum Mark…..usw. Was soll ich sagen? Es war klasse! Das war ein wirklich versöhnlicher Abschluss für das Fienchen und mich.

Das "D-Team"

Bilder gibts später 😉

JP/R ~ Vorbereitung (2) Tag 2

Here comes the rain again, falling …. Dieses Lied hätte mein Klingelton für den heutigen Tag sein müssen. Es pladderte vom Himmel wie verrückt!

Aber egal… Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung (… 5€ ins Phrasenschwein). Heute sollte der Schwerpunkt des Tages auf dem Erarbeiten von Schleppen liegen. Wir fuhren ins Gelände, packten unser ganzes Geraffel und zogen los. Immer entlang des Waldes, vor uns ein wirklich riesige Wiese. Nur so, damit man sich das vorstellen kann, eine Fährte mit drei Haken und ca. 300 Meter Länge und davon konnten 2 hintereinander gelegt werden. Nun soll der Abstand zwischen zwei gelegten Schleppspuren ca. 100 Meter betragen. Kurz und gut insgesamt haben wir 4 Schleppen nebeneinander und immer 2 hintereinander gelegt. Es war also wirklich ein richtig große Wiese!

Zu erst die Theorie ….. ein Auszug aus der Prüfungsordnung der JP/R

§ 20 Spurwille und Sicherheit auf der Schleppspur

a. Beschreibung des Geländes
(1) Diese Art der Schleppe soll das natürliche Fluchtverhalten eines Hasen simulieren, der sich unter Ausnutzung natürlicher Deckung und Bodenvertiefungen seinen Verfolgern zu entziehen vermag.

(2) Als brauchbares Gelände für die Schleppenarbeit sind Felder mit niedrigem Bewuchs und lichte, weit einsehbare Hochwälder zu wählen, die den Richtern den Überblick über die Arbeit des Hundes auf dem größten Teil der Schleppe ermöglichen. Natürliche Hindernisse sollen im Schleppenverlauf vorhanden sein.

b. Vorbereitung der Arbeit
(1) Die Schleppe wird mit einem Stück Haarwild (Hase oder Kaninchen) von einem Richter auf bewachsenem, einsehbarem Gelände mit Nackenwind mindestens 300 m gelegt. Die Schleppspur muss 3 nahezu rechtwinklige Haken enthalten und soll über natürliche Hindernisse (Gräben, Wege und in den einsehbaren Wald) geführt werden.
(2) Die Schleppen sollen gleichwertig sein und müssen überall mindestens 100 m voneinander entfernt liegen.

(3) An das Ende ist das geschleppte, möglichst frisch geschossene Stück Haarwild abzulegen (nicht verdeckt oder in einer Bodenvertiefung) und von der Schleppleine zu befreien. Danach muss sich der Richter in der Verlängerung der Schleppe entfernen und so verbergen, dass er vom Retriever nicht eräugt werden kann. Er darf erst dann aus der Deckung treten, wenn die am Anschuss verbliebenen Richter ein Zeichen
geben oder er selbst erkennen kann, dass das Prüfungsfach für den jeweiligen Hund abgeschlossen ist.

(4) Der zu prüfende Retriever darf das Legen der Schleppe nicht eräugen.

(5) Die Richter sind verpflichtet, dem Führer den markierten Anschuss und die Schlepprichtung zu zeigen.

(6) Der Führer darf seinen Retriever die ersten 20 m der Schleppe an der Leine führen, dann muss er ihn schnallen und darf nicht weiter folgen. Falls der Hund, ohne gefunden zu haben, zurückkehrt und nicht selbständig die Schleppspur wieder annimmt, darf der Führer ihn nur noch zweimal ansetzen.

(7) Die Richter dürfen die Arbeit beenden, wenn sie sich ein abschließendes Urteil bilden konnten oder eine zweite Schleppenarbeit vorgesehen ist. Der Retriever muss nicht gefunden haben.

c. Beurteilung der Arbeit
(1) Zur Urteilsfindung müssen mehr der Wille, der Vorwärtsdrang und die Sicherheit sowie die Schwierigkeit der Schleppspur, als die Länge der ausgearbeiteten Strecke herangezogen werden.

(2) Mehrmaliges Ansetzen beeinflusst nicht die Beurteilung der Schleppenarbeit, wenn der Retriever die Arbeit willig und freudig wieder aufnimmt.

(3) Das Bringen ist unter dem Fach “Bringen von Nutzwild” zu beurteilen.

d. Mindestbedingung:
Prädikat “genügend” (3 Arbeitspunkte)

Aber zurück zur Materie. Wenn man einen Hund ausbildet gibt es ja mehrere Phasen des „Beibringens“. Ganz am Anfang, weiß er also noch überhaupt nicht, was wir von ihm wollen. Trotzdem sind seine Anlagen und seine Sinne vorhanden. Geht man jetzt unvorbereitet vor, nimmt den Hund mit zum Anschuss, lässt in Witterung aufnehmen und dann … guckt man einfach mal, was passiert kann es sein, dass er völlig planlos umherrennt und eher zufällig über das Stück „stolpert“ was hat unser vierbeiniger Kollege jetzt gelernt? Richtig – Nix!

Darum hatten wir auch die strickt Anweisung von Norbert erhalten grundsätzlich den Hund nur mit Halsung und Schleppleine arbeiten zu lassen. Immer wenn er erkennbar von der Spur / Witterung abkommt sollten wir ihn wieder darauf konzentrieren können. Außerdem sollten wir peinlich genau auf den Wind achten um für den Hund, in dieser ersten Lernphase, die einfachsten und für ihn besten Bedingungen zum Lernen und Begreifen zu schaffen. Beim Anlegen der Schleppspur sollten wir stehts mit Rückenwind oder mit Seitenwind arbeiten.

So ... nicht !!

Aber selbst, wenn die Spur unter optimalen Voraussetzungen gelegt wurde, ist da ja immer noch die „Wundertüte“ Hund. Jeder arbeitet anders. Manche suchen mit extrem tiefer Nase, saugen sich auf der Spur fest und folgen dieser fast punktgenau. Andere wiederum laufen unter dem Wind, von der Spur versetzt bis zu 3 Metern laufen sie die Schleppe, ja wie kann man das nennen, sie laufen sie versetzt ab und kommen so zum Stück.

Hund läuft unter dem Wind - Versetzt zur Schleppe

Die letzte Gruppe von Hunden arbeitet mit hoher Nase sie bögeln über die Spur und zeigen so, dass sie den Wind optimal nutzen und die Witterung „lesen“ können.

Hund bögelt - Witterung, keine Witterung, Witterung - so verfolgt er die Spur bis zum Stück

Die Schleppen für den ersten Durchgang sollten alle Hunde mit Halsung und Leine arbeiten. Beim ersten Seminarwochenende waren Sonja mit ihrer Gracy ja noch nicht mit von der Partie und so sollten sie bei den ersten Teams zuschauen. Jeder von uns Hundeführern hatte sich ein spezielles Ritual und ein Kommando ausgedacht. Dieses sollte sich sehr von denen unterscheiden, welches wir sonst fürs Suchen verwenden. Für Fiene habe ich nur für diesen Zweck ein neues (ihr erstes) Halsband gekauft. Da sie sonst mit englischen Kommandos geführt wird habe ich mich bei der Schleppe für das Kommando „Such“ entschieden.

Der Beginn des Arbeitens (sollte) immer gleich sein. Ich gehe mit ihr in Richtung Anschuss. In einer kleinen Entfernung setzte ich sie ab und gehe ohne sie zur Bodenverwundung. Dort knie ich mich hin, untersuche den Anschuss mit den Händen und spreche leise „Ohhhhh, was ist hier?? Sooooo spannend!!“ Dann gehe ich zurück zu ihr und lasse sie an meinen Händen schnuppern. Wir gehen gemeinsam zum Anschuss, ich zeige ihn ihr – Such, such….. und dann geht sie ab die Lakritznase!

Bei ihrer ersten Schleppe war sie etwas schnell und ich habe sie zwei mal wieder „in die Spur“ gelockt. Dann war sie aber sicher und hat das Kaninchen sofort aufgenommen und gebracht. So schöne gearbeitet! Norbert hat uns gelobt und ausdrücklich betont, wie wichtig es ist, nicht hektisch zu werden und den Hund nur im Notfall zu korrigieren. Er war zufrieden mit uns *freu*

In unserem zweiten Durchgang hieß es dann – ohne – Schleppleine. Wieder das Ritual, Such, such …. und weg war sie! …. Dadurch, das die Schleppe hangabwärts gezogen worden war, befand sich Fiene ganz schnell außerhalb meines Blickfeldes… und das ist richtig schlimm! Wo ist sie und vor allem was macht sie? Rennt sie konfus umher, arbeitet sie? Norbert ging (genau wie der Richter es auch tun würde) hinter ihr her um sie beim Arbeiten zu beobachten. …. Die Minuten scheinen schier endlos und man fühlt sich und tatsächlich ist man es auch hilflos. Da, Norbert streckt den Arm hoch und auch den Daumen. Sie hat das Stück und ist auf direktem Weg zu mir zurück. Es ist unglaublich und ich bin froh, erleichtert und stolz … sie hat es geschafft.

Unsere Hunde (die Golden Worker) bei der Arbeit zu sehen ist schon beeindruckend besonders, wenn sie den Turbo einschalten. Manchmal, steht ihnen aber gerade diese Schnelligkeit im Weg, wenn es darum geht sehr genau zu arbeiten und konzentriert an einer Sache dran zu bleiben. Da hat uns die kleine Gracy die Qualitäten der Standartlinie präsentiert.

Sie gehört zu den Hunden, die sich auf der Spur „festsaugen“ ….. ganz ruhig ist sie diese abgelaufen und hat das Stück reingebracht. Es war toll zu beobachten.

Sonja & Gracy warten auf ihren Einsatz

Nachdem dann wirklich jeder Hund zwei Schleppen gearbeitet hatte wurde es Zeit für eine Mittagspause. Da wir alle in Regenzeug gehüllt und durchgeschwitzt waren einigten wir uns im Gelände zu bleiben.

Wir packten unsere Sachen ein und fuhren an einen neunen Arbeitsplatz. Frei-Verloren-Suche und Walk Up standen noch auf dem Stundenplan. Endlich hörte es auch auf zu regnen und der Wald verwandelte sich in eine kuschelige Sauna. Oh man, man muss seinen Hund und dieses Hobby wirklich sehr mögen (JJJJAAAAAA) … Nicht Hundemenschen halten einen doch wirklich für völlig verrückt. „… und, was hast du am Wochenende so gemacht?“ – „…ach, ich bin 260 Km gefahren, um dann den ganzen Tag, bei Regen, tote Tiere über eine Wiese zu schleppen oder so ähnlich.“

Das Suchengebiet welches Norbert aussuchte, hatte es wirklich in sich. Durchweg mit Heidekraut bewachsen und vielen Büschen und Sträuchern, war es wirklich schwer. Unser Ergebnis 4 von 4 reingebracht stimmte mich zuversichtlich, obwohl Fiene sicher noch schneller Suchen könnte und das Fragen (ein Mal hat sie 😦 ) auch mal lassen könnte. Egal 4 von 4 = Super!

Beim anschließenden Walk Up war die Luft dann raus bei der kleinen. Fußarbeit war mäßig und bei einer Markierung hat sie schlicht gepennt. Aber kann ich es ihr verübeln? Ne, an der Kondition arbeiten wir noch …. gell Süße es war schon anstrengend.

Das von Norbert gezogene Fazit des Tages war positiv. Für jeden von uns hatte er kleine Tips woran wir arbeiten sollen. Für uns speziell lauten die Hausaufgaben – Apportieren einer Ente aus dem Schilf wobei das Ziel ist, dass die Maus direkt das nasse Tierchen aufnimmt und ohne Umwege damit zurück kommt und, wenn wir Suche trainieren wirklich schwere Gebiete zu wählen.

Wird gemacht !! Wieder gingen zwei Tage eigentlich viel zu schnell vorbei. Es macht einfach nur Spaß mit so lieben Menschen zusammen zu sein, die an der Arbeit mit dem Hund genau so viel Freude haben wie ich. Ich freue mich schon sehr euch alle im September wieder zu treffen ……

Enjoy….

the silence!

Mit Spannung von einigen Lesern erwartet 😉 …. der „Übergangsbericht“ von Samstag auf Sonntag. Tja, was soll ich sagen…. Eine Woche vor dem Seminarwochenende wollte ich wieder ein Zimmer in der Vierbuchermühle reservieren. Haben sie wieder eine größere Feier in ihrem Haus… wollte ich fragen.. aber dazu bin ich nicht gekommen. Eine freundliche Stimme vom Band erklärte mir dass Betriebsferien seien und ich guckte blöd den Telefonhörer an!

Wieder neu suchen. Denn trotz der unruhigen Nacht die ich dort hatte, war die Unterkunft echt in Ordnung. Egal, es half ja nix. Ich warf den Laptop an, schnallte mir ein Brett unter und begann zu surfen um dann hier zu stranden.

Das Hotel wird auf der Homepage wie folgt beschrieben:

Im romantischen Ottersbacher Tal gelegen, seit 1817 ein weithin bekannter Gasthof im Fachwerkstil.

Durch mehrere Familiengenerationen wurde die Tradition des Hauses gewahrt und die Gebäude nach und nach zu einem modernen zeitgemäßen Hotel mit Restaurant, Kegelbahn und 2 Sälen umgebaut.

Hotel - Restaurant Steffens

Ein Anruf bei Frau Vorrath und das Zimmer war gebucht. Zeitsprung ……….

Der erste Seminartag war also zu ende und ich wollte nur noch die Fiene pieseln lassen, ne Kleinigkeit essen, duschen und dann schlafen! Genau so und in dieser Reihenfolge. Das Navi zeigte knapp 20 Km zum Hotel an und so gurkte ich los. Ehrlich gesagt, zwischendurch hatte ich leise Zweifel dort anzukommen. Die Straßen durch den Wald wurden immer schmaler, eine Umleitung, noch ne Abzweigung, Straße… naja, war das noch Straße? Egal, die Kilometeranzeige auf dem Navi ging stetig runter und „Huiii, Sie sind da!“

Sehr beschaulich, um nicht zu sagen …. Hier sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht!“ Ich glaube dieser Ortsteil von Eitorf besteht aus ca. 15 Häusern einer Hauptsrasse von der einige kleine Nebenstraßen abzweigen das Hotel, ein Speiselokal und ein Busunternehmen. Das wars! Ich fuhr auf den Parkplatz und schon wurde die Eingangstür zum Lokal geöffnet. „Hallo, sie sind bestimmt Frau Finke.“ „Äh, ja… kommen sie rein!“ Ich muss schon sagen ganz kurz hatte ich Visionen von netten Hotelbesitzern, die arglose Reisende mit super Konditionen in ihr Haus locken um dann….hier draußen … am Ar.. der Welt…. Ach, papperlapap!  Ich wurde freundlich begrüßt, dass Zimmer wurde mir gezeigt und dann wurde ich gefragt, was ich denn essen wolle und wann! Die Wirtschaft sei heute nur für Hausgäste geöffnet (ach du Schreck, geschlossene Gesellschaft????) und da würden sie sich nach mir richten 🙂

Ich bestellte so für in ner halben Stunde einen Toast Hawai und ging mit Fiene noch ne Runde. Danach ließ ich es mir schmecken. Kurze Zeit später kam Frau Vorrath und ihr Enkel und leisteten mir etwas Gesellschaft. Wie das unter Hundeleuten so ist…. Man hat immer was zu schwätzen.

Bald schon gab mir mein Feierabendradlerchen aber doch den Rest, der an einer komatösen Bettschwere noch gefehlt hatte. Müde verabschiedete ich mich, bestellte noch mein Frühstück und schlumpfte in mein Zimmer. Heiß geduscht fiel ich ins Bett und kurze Zeit später in tiefen Schlaf. Dadadad ~ Hips dont lie ~ AAAHHHHHHHH …. Was war das! In die total Stille mischte sich dieser (ich muss ihn unbedingt mal ändern!!) Klingelton Mein Schatz rief mich an, er war mit einem Kollegen auf einem Dorfevent mit Livemusik. Nach einem telefonischen Gute-Nacht-Schmatzer konnte ich wieder ins Reich der Träume abdriften und dort blieb ich bis um kurz nach 6:00 der Wecker mich wieder wachrüttelte. Guten Morgen Welt wie geht es dir? …… Mir ist zum heulen sprach die Welt und hatte ihre Himmelsschleusen geöffnet! Es regnete. Nein, es schüttete! Aber dazu mehr im Bericht von Tag 2.