Markierungen

Heute haben wir uns wieder zu einem Mudpaws-Training getroffen. Wieder hat Anke die Einreise nach Hessen gewagt um mit uns dem gepflegten Canvassäckchen Sport zu fröhnen.

Da mit Anton ja auch ein intakter Rüde am Training teilnahm musste Fiene sich erstmal mit Warten im Auto begnügen. Dann durfte sie aber auch endlich ran an die Dummys und … es klappte besser als erwartet.

Nachdem sie zu Anfang doch etwas unkonzentriert war, die ersten beiden Markierungen waren alles andere als punktgenau aber ich als leidgeprüftes Hormonella-Frauchen hatte mich auf derartige Ausfallerscheinungen schon eingestellt.

Gelassen mit der Situation umgehend wurde es im Laufe des Trainings auch tatsächlich besser. Seit dem Start bei der LFT und dem kurzen Gespräch mit einem Richter habe ich ja aufgehört, Fiene Markierungen überdeutlich anzuzeigen. Dies hat natürlich zur Folge, dass Madam nicht alles so richtig auf dem Schirm hat… naja, üben, üben, üben … Wir haben ja auch sonst nix zu tun 😉

Bei der „Kurz – Langen Doppelmarkierung“ zeigte sich dann ganz deutlich, dass sie geschlafen hatte. Das erste Dummy null markiert, über den Suchenpfiff drübergeballert, die lange Markierung eingesammelt und auf dem Rückweg über die kurze gestolpert. Das Einsammeln des zweiten Dummys war dann nur Formsache. Natürlich war das nicht das, was ich von ihr wollte aber in ihrem Konfuzizustand will ich dann nicht auch noch ständig an ihr rummäkeln.

Zwischendurch glänzt sie ja dann auch mit lichten Momenten. Das Voranschicken in ein Suchengebiet (Hund außer Sicht) in dem zuvor ein Treiben stattgefunden hatte, arbeitete sie tadellos.

Zum Abschluß musste ich dann aber doch mal aus der Hose hüpfen! Wir hatten in einen kleinen Hang mit Totgras kleine Suchendummys versteckt. Hier sollte gezielt der Suchenpfiff geübt werden. Fiene musste warten und Biscuit durfte ran… die Schokoschnute suchte, eierte rum und ….. pieselte. OK, Anke schnappte den Keks und begann die Übung nochmal. Schnuffel, schnuffel … gefunden! Jens, der das Geschehen ohne Hund und durchs Objektiv beobachtet hatte grinste und merkte an: „Ist doch klar, die besten Ideen kommen einem immer auf dem Klo!“

Fiene – „get out“! „Tüt-Tüüüt-Tüt-Tüüüt“ Schnuffel, schnuffel…. und zack, zielstrebig marschiert die Else zu der Keks-Pippi-Stelle und pinkelt drüber!!!!!! Da bin ich aber losgedüst und hab sie am Schlafitchen zurück zum Suchengebiet gebracht… SO NICHT!!

Ach ja, Jens, die Nikon, Bilder …

Fiene1
Erstmal losrennen ….
Fiene2
Dame von Welt …
Fiene3
… trägt die Ohren offen (besser hören – Fehlanzeige!)
Fiene4
Lalllaaalllaaa !
Fiene5

Danke Jens… das letze Bild hat wieder das Potential zum Lieblingsbild.

Auf der Pirsch

Fiene und ich machten uns zu einem Minitraining „Suchenpfiff“ auf. Auf eine Runde, die normalerweise so 15 Minuten dauert, wollte ich 2 bis 3 kleine Übungen machen.

Aber wie es oft so ist, kam es anders. Wir hatten nicht ganz die Hälfte des Wegs und eine Übung hinter uns gebracht da entdeckte ich auf dem Feld zwei Rehe. Der Wind stand sehr günstig, so dass sie und noch nicht bemerkt hatten.

Ich verließ mit Fiene den Weg, hüpfte über einen kleinen Graben um dann den Bewuchs (kleinere Bäume und Sträucher) hinter uns als Deckung zu nutzen. Ich nahm Fiene ins Fuß und in Zeitlupe schlichen wir auf die beiden Tiere zu. Von anfänglich ca. 100 Metern schafften wir es auf knapp 50 Meter an die beiden heranzukommen. Dann ging es wirklich im Schneckentempo Schritt für Schritt weiter.

Dann hatten sie eine Bewegung von uns entdeckt und wurden aufmerksam ohne allerdings die Flucht zu ergreifen. Ich ging ganz langsam weiter und dann drehten sich die beiden um und trabten davon.

So hatte Fiene ein richtig gutes Steadiness Training mit Fußarbeit.

Natürlich „entließ“ ich sie nicht einfach mit „und ab“ aus dieser Übung denn die Gefahr, dass sie hinter den beiden Rehen hersprintet war mir doch zu groß. Viel zu aufmerksam hatte sie diese beobachtet und das Näschen in den Wind gehalten 😉

Also zückte ich den Dummyball um sie ein bisschen Druck abbauen zu lassen.

Dann kamen wir doch noch zu unserer Übung mit dem Suchenpfiff. Ich setzte sie auf dem Feld ab und ging 40 Meter weg. Dabei durchquerte ich einen Streifen mit höheren Bewuchs in welchen ich unbemerkt ein Suchendummy fallen ließ. Ich überquerte den Feldweg und stellte mich ihr gegenüber auf.

Ich rief sie zu mir und stoppte sie kurz vor dem Bewuchsstreifen. Dann Suchenpfiff…. und zack, hatte ich mein Dummy.

Durch unsere Schleicheinlage doch recht durchgefrohren machte ich mich mit Mausi dann auf den Heimweg… war ja auch aufregend genug.

F2 – die Geschwistergruppe

Auf dieses Training habe ich mich ganz besonders gefreut. Die Nachmittagsgruppe mit Heike + Colin, Petra + Dundee, Claudia + Virginia und Manuela + Enya plus noch zwei weiteren Teilnehmern.

Meine Erwartungen waren hoch und wurden noch übertroffen, soviel kann ich jetzt schon sagen.

Wir fuhren zum Gelände vom Vormittag nur das wir diesmal auf der großen, verschneiten Wiese blieben. Aber bevor es mit dem „ernst des Lebens“ losging gabs von Geli erst Mal ein Geburtstagssektchen auf den Wölftag der D-chen. Wie gut, dass Sekt mich wirklich locker macht *kicher*.

Dann gings an die Vorbereitungen.

3MuchLaufweg

So, wir standen also in der Sektzone, dort bekamen die Wauzis zur Stärkung noch einen Geburtstagshundekuchen von Petra und dann stapften wir los. Zuerst in Richtung eines umgefallenen Baumes dort legte jeder 2 Dummys aus.

DSCN6015

Dann zurück, an der Sektzone vorbei um die nächsten Dummys in einem Streifen abgestorbenen Gras auszulegen… und NEIN, sie lagen nicht beim Hochsitz ;). Weiter ging unser Laufweg zu einem Betonpoller wo jeder nochmal ein Dummy auslegt. Zum Schluß gings quer über die Wiese bis Angelika uns nach ca. 60 -70 Metern stoppt… Wir nahmen Aufstellung in der Line und ich war froh, dass ich zwei Sekt genommen hatte… DAS waren mal Winkel!

Als nächste Schwierigkeit für uns kam nun die Arbeitsweise dazu.

3MuchArbeitsweiseEs arbeitete immer jeder zweite Hund und der immer einen anderen Punkt. So waren also nicht nur die Strecke und die Winkel eine Schwierigkeit sondern auch die Tatsache, dass die Hunde vorher immer sahen, das ein anderer Punkt angelaufen wurde. Verleitung mal ganz anders.

Nachdem die ersten 7 Dummys drin waren wurde ein neuer Punkt installiert. Wir drehten uns um 180° und in einer Entfernung von ca. 50 m steckte Geli mit viel Tamtam Dummys in den Schnee. Wieder umdrehen und die beiden anderen Punkte wurden weiter gearbeitet…

3Much4Punkt

Wieder 7 Dummys später baute Geli hinter unserem Rücken diese Schwierigkeit ein…

3Much4PunktStopp+Suchenpfiff

Die Hunde konnten die in den Schnee gesteckten Dummys sehr wohl sehen…. die in der Linie liegenden … nicht!

Also ausrichten, stoppen, Suchenpfiff … Dummys reinholen.

Und der nächste Punkt *uff*

3Much5Punkt

Jetzt galt es die Hunde über die alten Liegestellen der Dummys zu schicken und im letzten Durchgang wurden dann die Dummys vom letzten Punkt gearbeitet.

Um es mal zusammen zu fassen. Grundsätzlich bin ich zufrieden…. aber…. geradeaus ist definitiv (oft) anders. Wir verkürzten Distanzen und hätten sicher Punktabzüge für „noisy handling“ bekommen. Stoppen ist nicht unser Problem aber auf diese weite Entfernung war das Einweisen nach recht / links nicht wirklich sicher… schon gar nicht, wenn Madam so ihre eigene Idee im Kopf hatte. Ich habe viel Input mitgenommen und weiß, was ich in den nächsten Wochen / Monaten zu tun habe.

Ich habs ja schon oft genug geschrieben… „Voran, ist Fleißarbeit!“

GruppenfotoZum Abschluß haben wir noch ein schönes Foto gemacht … 3 Jahre… wo ist nur die Zeit geblieben?

Schön wars bei euch ihr Lieben… hoffentlich klappt das mal wieder… ihr führt uns doch an unsere Grenzen und zeigt uns wie wir sie nach oben verschieben können.

Diesmal dauert es ja nicht so lange bis wir uns wieder treffen…. tschöööööö *wink*