Seminar bei den Mudpaws

Am Wochenende hatten wir (die Mudpaws) Besuch von der Trainerin Angelika Evans. Wir hatten uns schon sehr auf das Seminar gefreut aber Fiene hat es vorgezogen sich am Freitag eine Kralle einzureißen. Richtig fieß war das und ich konnte mit der Krallenschere nicht wirklich was daran ändern. Es blieb nur die Hoffnung, dass sie sich diesen Zipfel selbst zieht.

Natürlich führte dieses Handicap dazu, dass sie eher mit gebremsten Schaum arbeitete und nicht wirklich Freude hatte. Außerdem hat sie nur einen Teil der Aufgaben erledigen können.

Trotzdem war es ein sehr lehrreicher Tag für uns.

Erkenntnis 1:

Fiene hat das System Markierung mit anschließendem Schicken auf ein Memorie verstanden

Erkenntnis 2:

Wirklich richtig gut Markieren will Weile haben. Mal klappt es sehr gut, mal eben weniger. Gib deinem Hund Zeit.

Erkenntnis 3:

Sag deinem Hund sofort, wenn er einen Fehler macht. Dann versuch es erneut bis er die Lösung erarbeiten konnte.

Erkenntnis 4:

Das was wir in unserer Freizeit machen ist unser Hobby. Hobbys sollen Spaß machen! Sowohl dem Hund als auch dem Zweibeiner. Willst du einen freudig arbeitenden Hund…. dann beherzige, dass Dummy immer Spaß ist.

Wer den kompletten Bericht über das Seminar lesen möchte ist auf dem Working Mudpaws Blog richtig.

Wir hatten ein ganz klassische Aufgabe zu lösen. Zwei Teams stehen auf einem Weg am Startpunkt ausgerichtet nach links. Von dort beobachten sie wie eine Markierung fällt. Ein Team dreht sich um 90° von der Markierung ab und schickt den Hund voran auf einen zuvor erarbeiteten Fixpunkt.

Fiene driftete sofort nach links in Richtung Markierung. „Nein!“ – (Da an der Stelle wo du dich jetzt befindest, hast du einen Fehler gemacht!) Sie drehte sich zu mir um und guckte. Freundlich zurückrufen. Neuer Aufbau von genau der gleichen Stelle. Voran! Wieder driftete sie ab… Das Spiel begann von vorne.

Beim dritten Mal ging sie wie an der Schnur gezogen raus. Vielleicht bilde ich es mir nur ein aber auf dem Rückweg sah es so aus, als ob in Gedanken „Tschacka“ rufen würde 😉

Am Schluß des Tages kehrten wir noch beim Italiender des Vertrauens ein um noch ein wenig zu fachsimpeln. Ein wirklich schöner Tag ging rasend schnell zu Ende.

Als ich am Abend dann meine Dummys zählte musst ich drei Verluste verzeichnen. Darum ging ich am Sonntag nochmal das Gelände ab.

Ein Säckchen fand sich noch am Ende des Vorans, zwei blieben weiterhin verschwunden. Später bekam ich die Nachricht übers Telefon … sie sind in der Weste von Nadine 😉 … Gut, dann sind sie ja nicht wirklich weit weg.

Als ich so durch den Wald ging habe ich noch ein paar Bilder geknipst….

Ein wirklich schweres Mark

hat meine Süße heute gearbeitet. Zum Abschluß an ein wirklich tolles Mudpaws Training wollte ich Delphin noch ein wirklich langes Mark arbeiten lassen.

Grob geschätzt ca. 100 Meter durch den Wald. Werfer nicht sichtbar, Flugbahn schon, Fallstelle wiederum nicht.

Der Wald bot eine natürliche Schneise, die direkt auf einen Baum zu führte (was für eine doofe Beschreibung .. Baum im Wald).

Was ich nicht bedacht hatte… Sie musste einen Waldweg überqueren (Treckerspuren von den Forstfahrzeugen). Dieser Übergang zog sie  rechts vom direkten Weg ab. Aber nur ganz kurz, sie nahm Wind und hatte ihr Dummy ratzfatz im Fang und war auf dem Rückweg!

Ich war stolz wie Bolle und freute mich mindestens genauso wie mein Fienchen.

Außerdem haben Jens und Kathrin wirklich tolle Bilder gemacht.

Miss Hyde

Heute machten Fiene (Miss Hyde) und ich uns auf, den Gizmo und natürlich dessen Familie zu besuchen. Nach diversen Anfahrtsschwierigkeiten machten Jens und ich uns direkt auf ins Gelände. Und was für ein abwechsungsreiches ….

Leicht hügelig, natürliche Fixpunkt, eine „Wiese“ mit Totgras und anderem Gestrüpp, kurz perfekt für weite Markierungen, Vorans und auch schwere Marks.

Wir wechselten uns mit dem Arbeiten ab. Jeweils nach 3 – 4 Markierungen bekam der eigene Hund ne Pause. Der Werfer stand jeweils etwas erhöht. Die ersten Würfe gegen den Wind und direkt nach der Landung bewegte sich der Helfer. Entweder nach hinten, nach vorne oder zur Seite. Das Kreuzen der Wurfbahn haben wir, für heute noch ausgelassen.

Außerdem haben wir an einem Pfosten auf der „Gestrüppwiese“ noch einen Voran-Punkt angelegt.

Miss Hyde schien heute einen Clown gefrühstückt zu haben oder wie ich es auch nenne …. akuter Fall von Gehirnfurz.

Die Markierungen auf der platten Wiese mit sich bewegendem Helfer waren ok… aber dann…

Markierungen bergab, mit Geländewellen, nicht sichtigem Werfer, Dummy nach Landung nicht sichtbar. Ich war mir sicher, dass sie das Dummy bis zur Fallstelle verfolgt hatte. Als ich sie schickte, nahm sie den direkten Weg um dann … planlos abzudriften. Ich pfiff sie wieder rein und holte das Dummy selbt.

Nächster Versuch. Gleiches Szenario …. Gibt es denn sowas ???  Als sie bei mir war, führten wir ein kurzes, einseitiges Jawollgespräch (worüber Hannes sich vermutlich kaputtgelacht hätte). Jens warf.. Fiene ging raus … Dummy zu Hause! Na, wer sagts denn!

Nachdem sie noch zwei schwere Markierungen reingeholt hatte machten wir uns wieder auf den Heimweg … Im Walk Up. Hier stand heute nicht das Apportieren im Vordergrund sondern das Festigen und Verknüpfen „Brrrrr = Hinsetzten und Aufpassen“ Das ist etwas, was Fiene überhaupt keine Probleme bereitet …. Dafür konnte Gizmo dieser Übung wenig bis garnix abgewinnen.

Dann konnten die beiden noch ein wenig flitzen. Wenn ich daran denke, wie Fiene sich angestellt hat, als sie den Molch zum ersten Mal getroffen hat …. Kein Vergleich mehr!  Zum Aufwärmen gabs dann noch nen Kaffee und Kuchen und dann war unser Kurztrip auch schon wieder beendet.