Samstagsplausch [10|21]

Wer hier liest weiß, wir haben Hunde. Hier im Blog sind die beiden Golden Retriever Damen Fiene und Hetty die Hauptdarstellerinnen.

Zu unserer Familie gehörte aber auch ein schwarzer Labrador. Hannes, ein imposanter Rüde, hat mir vor vielen Jahren gezeigt, wo Barthel den Most holt. Unmissverständlich erklärte er … ICH mache keinen Dummy Sport!! Oder anders …. ICH mache überhaupt keinen Sport!! ICH will nicht fotografiert werden und ich werde dafür auch nicht posen!! ICH höre sehr gut, suche mir aber aus, wann ich gehorche!! ICH habe keinen „Will to please“ sondern „Will to eat“!!

Aufgrund seines starken Charakters war es wirklich nicht immer einfach aber ganz oft enorm lustig (im Nachhinein) mit ihm.

Letzten Samstag war Hannes noch mit auf der morgendlichen Bummerunde. Durch Arthrose und „wackelige Knie“ war er sowieso nicht mehr gut zu Fuß und wir wussten, dass die kleinen Knubbel die man fühlen konnte auch nichts Gutes waren.
Er hatte schon zwei Mal Probleme mit dem Rücken, damals konnten wir ihn mit einem Bauchgurt gut unterstützen und nach zwei Tagen mit Medis ging es ihm gleich wieder besser. Als er also diesen Sonntag plötzlich nicht mehr aufstehen wollte, gab ich ihm gleich Notfall-Medikamente und am Montag sprach ich mich mit der Tierärztin ab. Dort holte ich auch noch Cortison und weitere Schmerzmittel. Zwei Tage wollten wir den Medikamenten Zeit geben, sollte eine leichte Besserung zu sehen sein, würde die Schmerztherapie mit Spritzen fortgesetzt. Dafür hatten wir am Donnerstag dann einen Termin in der Praxis.

Leider zeigten die Medikamente nicht die erhoffte Wirkung. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Dicke vom Cortison sehr unruhig. Wir mussten alle 40 Minuten mit ihm raus zum Pipi machen und er konnte sich nur mit unserer Hilfe fortbewegen.

Wir wussten, diese Situation wird sich nicht mehr verbessern. Er wird nur noch mit unserer Hilfe zum Fressen / Trinken kommen, er wird ohne unsere Hilfe nicht laufen können, er wird sich nicht einmal umbetten können, wenn er anders liegen möchte. Es war keine Frage, dass wir ihn gehen lassen würden.
Wir verbrachten noch einige schöne Stunden zusammen, wir verspeisten alle zusammen einen Doppel Whopper und verwöhnten ihn. Viele Tränen sind in den schwarzen Pelz geflossen bis er am Mittag für immer eingeschlafen ist.

Wir sind so dankbar, dass unsere Tierärztin zu uns nach Hause gekommen ist, damit Hannes ganz in Ruhe auf die letzte Reise gehen kann. Wir hätten uns so sehr gewünscht, am 07.04. noch seinen 14 Geburtstag feiern zu können aber es sollte einfach nicht sein. So sind wir dankbar, ihn eine so lange Zeit an unserer Seite gehabt zu haben. Es ist tröstlich zu wissen, dass wir irgendwann an ihn denken und uns mit einem Lächeln erinnern.

Geschichten über Hannes werdet ihr auf dem Blog „Queen Mum & Dankwardt Bumskopp“ finden. Es ist ein Blog, den ich zur Erinnerung an unsere erste Hündin Cosma erstellt habe und nun sind die beiden wieder vereint.

Ich setzte mich zu euch an den Tisch, um ein wenig zu plauschen, so komme ich auf andere Gedanken.

12 Gedanken zu „Samstagsplausch [10|21]

    1. Danke, Regula ♥ Ja, die Mädels trauern ein wenig. Sie hatten aber die Möglichkeit sich bei ihm zu „verabschieden“. Als er gestorben war haben wir sie zu ihm gelassen. Sie haben immer wieder intensiv geschnüffelt und wissen, dass er tot ist. Suchen tun sie ihn also nicht. Trotzdem sind sie ein bisschen durch den Wind.
      Liebe Grüße
      Ivonne

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    1. Danke, illy ♥ Wir sind einfach froh, dass wir uns verabschieden konnten und er dann in Ruhe auf die Reise gehen konnte. Fast 14 ist ein stolzes Alter für so einen großen, schweren Hund.
      Liebe Grüße
      Ivonne

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  1. Da wird mir beim Lesen gleich das Herz ganz schwer. Es ist immer so schlimm, einen geliebten Hund gehen lassen zu müssen. Die Entscheidung ist furchtbar schwer. Manche sagen, es wäre leichter, wenn er einfach im Schlaf sterben würde. Nein, ist es nicht. Das haben wir auch schon durch.
    Euer Hannes war wirklich ein recht charakterstarker Retriever. Ein stolzes Alter hat er erreicht! Was für wunderbare Erlebnisse ihr geteilt habt.
    Wir sehen einen solchen Moment auch allmählich auf uns zu kommen und wissen, dass wir ihn ohne kleinen Vierbeiner an der Seite kaum verkraften könnten…
    Gute Reise, Hannes! Und Euch viel Kraft allen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ich danke dir von Herzen, Andrea ♥
      Wenn er im Schlaf gestorben wäre, würde ich mich wohl immer fragen, ober er die letzten Minuten seines Lebens Angst hatte und würde mir vorwerfen, ihn alleine gelassen zu haben. Obwohl man ja nicht weiß, ob er friedlich entschlummert ist.
      Solange es irgendwie geht, werden wir eine Mehrhundehaushalt sein. Das macht den Verlust nicht weniger schlimm aber durchaus ertragbarer. Der Ablauf geht weiter, die anderen wollen raus und auch bespaßt werden und lenken ein klein wenig ab. Ohne die beiden Mädels wäre es einfach furchtbar.
      Der große Schwarze wird immer einen besonderen Platz in meinem Herz haben, mit und durch ihn habe ich viel gelernt und auch in puncto Erziehung einiges überdacht und meinen eigenen Weg gefunden, mit den Hunden zu arbeiten.
      Ich grüße dich lieb zurück
      Ivonne

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