Zack! Schon wieder ist die Woche rum. Man fast es doch einfach nicht wie schnell die Zeit fliegt, oder?
Es sind noch 69 Tage bis zum Heiligen Abend. Na, schon das Panik-P auf der Stirn?
Ich hatte in dieser Woche auch jeden Tag was auf dem Zettel. Telefonate führen, Termine machen, Schwimmen, Training mit den Hunden. Abends war ich dann meist durch und habe mich aufs Sofa fallen lassen, um entspannt einen Fernsehfilm zu schauen. Mi 20:15 ARD „Geliefert“ mit Bjarne Mädel. Der Film begann und plötzlich kam eine Stimme aus dem TV. Nein, nein – nicht die Stimmen der Schauspieler! So eine Art Erklärstimme, die immer dann einsetzte, wenn die Schauspieler halt nur schauspielerten und nicht sprachen. So in der Art: „Die Brünette stellt ihr Damenrad an die Hauswand und geht in Richtung Haustür“ WTF?? Es war schnell klar, dass es sich um die Audiodeskription für Sehbehinderte handelte, aber warum ist das auf einmal aktiviert? Viel wichtiger noch, wie schaltet man es wieder aus? Tante Google weiß ja bekanntlich alles und so probierten der GöGa und ich diverse Einstellungen aus – ohne Erfolg! Die Stimme erzählte fleißig weiter und nervte einfach kolossal. Na gut, dann schauen wir halt etwas anderes. Am Donnerstag wiederholte sich dieses Schauspiel. Ich hatte natürlich vergessen mich im Laufe des Tages nochmal mit dem Problem zu beschäftigen, denn der Fernseher hatte beschlossen, dass man die Stimmer erst um 20:15 einschaltet und so kam es, wie es kommen musste …. Pünktlich zum Krimi fing das Drama von vorne an. Grrrrr! Wieder wählten wir ein anderes Programm.
Am Freitag begann ich zu telefonieren. Mit Sky, mit der Hotline von Samsung – keiner konnte mir helfen denn sowohl im Receiver als auch im TV war die Audiodeskription ausgeschaltet.
Wie ich so genervt auf meiner Couch sitze, klingelt das Telefon. Meine Schwester ist dran und ich frage sie gleich … bist du heute frei? Wiesoooo? Na, donnerstags musst du doch arbeiten! Ähhhhh, Donnerstag, ist heute Donnerstag? JA! Nein! Ähhh …. Ich schaue in den Kalender und entschuldige mich bei meiner Schwester für diesen Pulsbeschleuniger.
Positiv zu erwähnen wäre, dass ich es endlich geschafft habe, den WoT Bericht zu schreiben. Früher habe ich so oft Trainings- und Seminarberichte geschrieben, da fiel mir das deutlich leichter. Alleine für die Grafiken habe ich ewig gebraucht.
Gestrickt wurde auch und ich denke, ich werde am Wochenende mit der ersten Socke fertig.
Bevor ich nun ein wenig im Internet surfe, schaue ich noch in Berlin vorbei und lasse meinen Plausch bei euch. Hattet ihr auch ein witziges Erlebnis? Lasst es euch auf jeden Fall gut gehen ♥
Am 03.10. machten Anke und ich uns auf den Weg nach Fussingen, um mit den beiden Mädels auf einem Team WoT zu starten. Lange ist es her, dass ich mit Fiene eine Prüfung gelaufen bin und inzwischen lasse ich sie im Training fast immer Dinge tun, die sie gerne macht. Langes Handling fällt da schon mal aus. Da das bei Anker und ihrer Biscuit ähnlich aussieht, konnten wir nicht wirklich einschätzen, wie die beiden Hundedamen sich präsentieren würden. Wie immer war alles möglich zwischen Genie und Wahnsinn.
Wie immer, wenn ich zu so einer Prüfung fahre, sah es in meinem Auto aus, als würde ich ausziehen. Frau will ja schließlich auf alles vorbereitet sein. Regenklamotten Handtücher, Verpflegung, die Meldeunterlagen, Wechselkleidung usw… besser etwas zu viel, als was vergessen.
Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen pünktlich an der Meldestelle an. Alle Unterlagen vorzeigen, Auto parken und noch eine Runde durchs Wäldchen gedreht. Als sich die Teilnehmer sammelten, war das „Hallo“ groß. So viele bekannte Gesichter, die man so lange nicht gesehen hat. Pünktlich um 13:00 Uhr wurden wir durch die Sonderleitung und die Richter begrüßt und dann ging es auch schon los.
Anke und ich starteten unsere Prüfung an Station 2 bei Michael Hahn
Das Team steht mit dem Richter am Startpunkt (rotes Kreuz) im Wald. Bei D1 wird ein Blind beschossen. In einem Winkel von 90° fällt eine Markierung (D2). Als Erstes sollte das Blind gearbeitet werden, danach die Markierung. Der Weg zum Blind war ein Wiesenweg, am Ende ein wenig höherer Bewuchs. Die Markierung fiel hinter Totholz und die Fallstelle war nicht zu sehen. Die Entfernungen lassen sich schwer schätzen. Blind ca. 40m, Markierung vielleicht 30m. Die Schwierigkeit lag eindeutig im Gelände. Biscuit arbeitet das Blind, Fiene die Markierung und wir erarbeitet jeweils 17 Punkte. Fiene nahm nicht den schnurgeraden Weg und ich ließ sie auch machen. In ihrem Alter muss sie nicht mit Volldampf durchs Totholz brettern. Im Fallbereich habe ich darum zur Sicherheit den Suchenpfiff gegeben …. schließlich fangen die Hoffenden die Null *zwinker
Selber Startpunkt nur um 180° gedreht. Wieder ein beschossenes Blind und eine Markierung. Dieses Mal durften wir wählen, welcher Hund welches Dummy holt und auch die Reihenfolge durften wir bestimmen. Never change a running System … Anke mit Biscuit als Erstes das Blind, Fiene und ich die Markierung. Leider haben wir beide den Richter etwas missverstanden als es um die Liegestelle des Blinds ging und so brauchten die beiden ein paar Pfiffe mehr bis das Dummy in Ankes Hand landete (12 Punkte). Fiene hatte ihr Dummy auf den Punkt und so gingen wir mit 20 Punkten raus.
Anke und ich strahlten uns an. Die Damen hatten offensichtlich Laune und wir beide hatten so viel Freude, keine Spur von Nervenflattern (bei mir) und das machte es wohl auch für Fiene viel, viel einfacher. Da wir uns im Vorfeld nicht abgesprochen hatten, entschuldigte ich mich dafür, dass der Keks am besten auch weiter für die Blinds zuständig sein sollte und damit den schwereren Part übernehmen würde. Aber Anke wäre nicht Anke, wenn das für sie nicht selbstverständlich gewesen wäre. O-Ton: Wir waren in der O … wir machen das! Dafür bin ich dir richtig dankbar ♥
Die nächste Station für uns war bei Thomas Kühn (Aufgabe 3)
Das Team steht auf der Wiese. In etwa 10 Meter Entfernung verläuft ein kleiner Graben mit etwas höheren Bewuchs. Danach wieder Wiese mit kurzem Gras (aber hoch genug, dass die Dummys nicht offen liegen). In ca. 50 Metern wird eine Doublette geworfen. Fiene arbeitet als erste und legte erneut eine Punktlandung hin (20 Punkte). Der Keks brauchte ein wenig Hilfe (13 Punkte).
Wir drehten uns um 90°. In ca. 25m Entfernung verläuft ein kleiner Graben. Hinter dem Graben, auf der linken Seite eine größer Bereich mit hohem Bewuchs. Direkt am Beginn sitzt ein Helfer. In direkter Linie auf der Wiese liegt eine Strohrolle. Dahinter verbirgt sich ein weiterer Helfer. Helfer 1 beschießt das erste Blind, dass bei D1 tief im Graben liegt. Helfer 2 gibt einen Schuss in Richtung eines kleinen Bäumchens am Ende des hohen Bewuchses ab. Wir entscheiden uns für D1 Biscuit, D2 Fiene. Das war tricky aber wir konnten die Aufgabe lösen und gingen mit Biscuit 15 und Fiene 17 Punke zu unserer letzten Station. Ehrlich, ich habe mich so gefreut. Thomas kann sich da sicher nicht mehr dran erinnern, aber vor Jahren (bei der „Little Forest Trophy“) haben Fiene und ich in einer seiner Aufgaben eine wirklich unterirdische Leistung gezeigt. Dieses Mal bekamen wir für ein perfektes Marking ein „WOW“ und für einen schnellen Rückweg ein „die ist aber noch richtig flott unterwegs“.
Unsere letzte Aufgabe führte uns zu Norbert Theuerkauf. (Aufgabe 1)
Das Team steht mit dem Richter und dem Steward auf einer langgezogenen Wiese. Auf der linken Seite verläuft eine Wildhecke, rechts stehen in unregelmäßigen Abständen Obstbäume. Der Richter erklärt, dass ein WalkUp durchgeführt wird und das Team einfach beobachten soll, was passiert. Auf das Kommando „WalkOn“ gehen wir los (grauer Pfeil) am Kreuzchen ertönt der Richtungswechsel „Behind“ und wir drehen. Ein Helfer beschiesst ein Blind am letzten Obstbäumchen und danach wirft er eine Markierung in Richtung der Hecke. Norbert legt fest: Fiene das Blind, Biscuit die Markierung. Fiene geht schön raus, braucht aber zwischen den beiden letzten Bäumen ein „Stop und ein such links“ und bekommt für ihren Retriev 19 Punkte. Biscuit hatte wohl kurz die Brille abgenommen. Sie blieb zu kurz (ich vermute, dass dort alte Fallstellen waren) und wollte auch immer mal wieder in der Hecke auf Suche gehen. Beim Einweisen hatte sie dann die Idee zum Baum mit dem Blind zu laufen. Aber irgendwann war sie tief genug und das verdammte Mark endlich drin. 11 Punkte (Auf der Ergebnisliste sind da die Punkte vertauscht).
Der WalkUp geht weiter und es ertönt erneut ein „Behind“ Erneut wird ein Blind beschossen und eine Markierung fliegt. Diese landet einige Meter in der Verlängerung des Blinds. Biscuit Blind, Fiene das Mark (D2). Wir brauchten beide einige Pfiffe bis wir unsere Dummys in Händen hielten. Fiene wollte sich an der Stelle des Blinds festsuchen, ließ sich dann aber doch noch überzeugen und ging „back“. Biscuit 16 Punkte, Fiene 15 Punkte.
ALLE DUMMYS DRIN! Yipppiiee
Als ob der Wettergott es uns Teilnehmern und unseren Hunden angenehm machen wollte, blieb es trocken. Als wir auf die Ergebnisse warteten, zog auf einmal ein heftiger Wind auf und es krachten Äste von den Bäumen. Dadurch wurde die Siegerehrung im Schnelldurchlauf durchgeführt. Die Platzierten bekamen schöne Trophäen aus Holz und alle Teilnehmer ein schönes Präsent.
Allein der Tag mit Anke und nochmal mit den beiden älteren Ladys einen WoT zu laufen war einfach toll und als Zugabe konnten wir an diesem Tag auch noch ein Familientreffen feiern.
Norbert hatte Tyra, die Mutter von meiner Fiene mitgebracht und Petra und Heike waren mit den Brüdern Dundee und Colin am Start.
v.l. Golden Worker Discovery Dundee, GWD Delphin, GW Angels Tyra und GWD Colin Tyra ist inzwischen 16 Jahre und 4 Monate ♥ und ich hoffe sehr, dass Fiene ihrer Mama nacheifern wird in Alter und Fitness
Ich möchte mich bei den Organisatoren der Bezirksgruppe 5 Main-Taunus, den Richtern, Helfern und Sponsoren für diesen wunderbaren Tag bedanken. Die Richter haben sehr schöne Aufgaben gestellt. Angemessene Entfernungen für die Senioren gewählt aber dennoch tricky. Ich danke auch allen Teilnehmern für die tolle und gelöste Stimmung. So sollte ein Tag sein, wenn man mit seinem alten Kumpel nochmal loszieht.
Ich wünsche euch allen noch eine lange und gute Zeit mit euren Senioren und wer weiß, vielleicht wagen wir ja nochmal einen V-Start … es hat so großen Spaß gemacht.
Glückliche Gesichter schon bevor es überhaupt losging. Rechte am Bild: Sandra Wirth BZG 5
❶Mein Leben lang Hunde zu haben, dasskann ich mir gut vorstellen.
❷Der Harz mit seinen wunderbaren Ausblicken ist einen Besuch/eine Reise wert.
❸ Leberknödelsuppe esse ich nur ungern. … Das ist falsch …. ich esse sie nicht nur ungern …. ich esse sie auf gar keinen Fall!!
❹Pudding istdas Heilmittel für alle Krankheiten meiner Kindheit. Immer wenn ich krank das Bett hüten musste, gab es leckeren Schokoladenpudding. Selbstverständlich hat er immer geholfen!
❺Es reicht nicht, nur Pläne zu machen, man muss auch den Hintern heben und anfangen.
❻ Es ist ein(e) große(s/r) Freude für mich, wenn ich sehe wie zufrieden meine Hunde nach getaner Arbeit sind. Kein Spaziergang der Welt schafft es, diesen Ausdruck in ihre Augen zu zaubern.
❼ Ich freue mich auf eine Fahrt nach Fulda, um Bastelkram zu kaufen, habe Hausarbeit und einiges an Papierkram zu erledigen und dann warten die Hunde, das Strickzeug, die Nähmaschine, die Häkelnadel und der Garten auf mich…. und vielleicht ein Buch?
Jede Woche denkt sich die liebe Anni die Satzfragmente für den Montagsstarter aus. Unter dem aktuellen Starter auf Annis Blog „Antetanni“ können wir dann unsere Beiträge verlinken. Danke dir für die schöne Aktion, die den Start in eine neue Woche gleich viel angenehmer macht ♥