Anti-Tausch Training

Heute haben wir ein kleines aber sehr feines Training gemacht. Zuerst sind wir einfach nur ein bisschen über die Wiese geschlendert. Dann habe ich die Maus in der Wartezone abgelegt (wieder mit Stühlchen, Tasche und Handtuch … wie immer) und mit Dummys einen großen Kreis gelegt.

Übung 1

Um die Dummys rum, über die Dummy drüber schön „Heelwork“. Sie durfte keins aufnehmen. Zur Belohnung gabs „click & lecker“.

* Wartezone *

Übung 2

Um die Dummys rum, über die Dummys drüber und als die Schnulle schon die Hoffnung aufgegeben hatte ein Dummy schnappen zu dürfen…. „Fetch it“

Dann gings wieder an den Dummys vorbei und sie hat das Dummy ruhig getragen. Hmmmm, wie definiert man eigentlich ruhig tragen? Das Dummy hält sie schon ruhig …. nur sich selber nicht 🙂

Beweisfoto – ruhig tragen!

Übung 3

Nachdem das „über andere Dummys laufen mit Dummy im Fang“ sehr gut gefunzt hat. Beim Seminar hat sie ja wirklich oft versucht das andere Dummy zu schnappen… habe ich eine neue Übung aufgebaut….

Eine Reihe Dummys ausgelegt. Ich stelle mich mit Fienchen vor die Linie und werfe eine Markierung. Dann schicke ich sie mit „Fetch it“. Während sie zum Dummy läuft gehe ich schnell ein paar Schritte rückwärts, so dass Fiene beim Zurückkommen über die ausgelegten Dummys laufen muss.

Was soll ich sagen. Sie hat einen irritierten Blick riskiert ich habe – zur Vorsicht – nochmal den Hier-Pfiff gegeben und zack war sie da.

** SEHR STOLZ  BIN **

Danach gabs ein ausgelassenes Rennspiel mit Frauchen über den Haufen rennen, Gesicht abschlecken und im Dreck balgen … wie gut dass mich ja keiner sieht …

* Wartezone *

Übung 4

Fiene bekommt ein Sitz Kommando und ich entferne mich. Ich werfe die Markierung etwa 3 Meter neben die ausgelegte Dummy-Linie.

Ich rufe Fiene zu mir und schicke sie dann zum Dummy dabei musste sie knapp an dem letzten Dummy der ausgelegten Linie vorbei laufen.

Im Nachhinein finde ich diese Übung nicht so gelungen und werde sie so auch nicht mehr machen. Die Gefahr, dass sie das erste Dummy nimmt, dass sie findet ist zu groß und bei den wenigen Markierungen, die sie tatsächlich arbeiten darf soll sie ja lernen, die Entfernungen richtig einzuschätzen.

* Wartezone*

Während Fiene brav auf ihrem Handtuch liegt sammel ich die ganzen Dummys ein. Dann baue ich unsere letzte Übung auf.

Ich platziere einen unserer Einweisestäbchen und mache Fiene (die in der Wartezone liegt) auf ein Dummy aufmerksam, welches ich dort auslege. Dann nehme ich noch 3 Pocketdummys  und verteile sie in einem Gebiet ca.2 Meter Durchmesser um das Stäbchen. Zu letzt lege ich nochmal für Fiene sichtbar ein zweites Dummy aus. Die zwei „sichtigen“ Dummys habe ich so ausgebracht, dass sie nicht direkt nebeneinander liegen (TAUSCHGEFAHR).

Übung 5 (Rückenwind!! – keine Führerfährte! – )

Ich hole Fiene aus der Wartezone und frei bei Fuß geht es zum Startpunkt (ca. 25 Meter bis zum Stäbchen). Ich gehe in Position, „Get Out“, Suchenpfiff, Pick up, und zurück. Super!! Ohne große Party hat sie wieder das Sitz Kommando bekommen und ich habe das zweite sichtig ausgelegt Dummy geholt. Dieses durfte sie dann halten und wurde dabei gestreichelt.

und nun die Abschlußübung 6

Jetzt lagen ja noch die drei Pocketdummys rund um das Stäbchen. Fiene sollte jetzt eigentlich denken …. hmmm eins hab ich geholt, eins Frauchen…..

Position, „Get Out“, ….. Suchen-Pfiff, ein Blick zu dem weißen Stab, ich mache weiter Suchen-Pfiff, die Nase geht runter und SCHNAPP sie hat eins.

Jetzt hatte sie sich natürlich die mega Belohnung verdient. Der Futterbeutel wurde gezückt und es gab die Hälfte ihrer Ration direkt nach der Arbeit.

Von Krümeln die zu Kuchen werden

Mein Gott wo geht die Zeit hin. Heute waren wir auf der morgendlichen Gassirunde mit Merlin unterwegs. „Wie „alt“ ist Fienchen jetzt?“ Wurde ich gefragt…. kurz gerechnet 9 Monate!!! Die Zeit rennt und aus dem kleinen plüschigen Krümel wird so langsam ein richtiger Kuchen!

Natürlich habe ich sie dann, zu Hause angekommen, auch gewogen 23,2 Kg. Das ist echt mal ne Neuigkeit. Nachdem sich das Gewicht der Maus ja eher zögerlich entwickelt hat, liegen wir jetzt wieder im Fahrplan. Für mich ist es vollkommen in Ordnung wenn sie mit 1 Jahr die 25-26 Kg knackt.

Irgendwie rinnt einem die Lebenszeit durch die Finger / Pfoten trotzdem ist sie noch ein richtiges Baby (und ich fürchte sie wird es für mich auch immer bleiben) Sie zeigt Verhaltensweisen die noch richtig „welpisch“ sind und das finde ich sehr beruhigend denn bei der Arbeit ist sie echt ein kleiner Knüller. Das kindische Verhalten erinnert mich aber immer daran, dass sie das ist was sie ist ein ganz junger Hund in einem großen Körper! Keine Angst kleine Maus, du bekommst soviel Zeit zum erwachsen werden wie du brauchst.

 

Forever yours!!

 

 

Zu Gast bei den „Working Mudpaws“

Angefangen hat das Training mit einer kleinen Pipi-Runde. Dabei konnten Maya und Fienchen sich mal beschnuppern denn das letzte Treffen der beiden Damen ist schon etwas her. Danach hieß es für Fiene „WARTEN“.  Aber da ist sie echt ne brave.  Erst als die „Kuchen“ fertig waren durfte der „Krümel“ zeigen was in ihm ihr steckt.

Für alle Übungen gilt, dass sie mit Rückenwind gearbeitet wurden. Damit soll verhindert werden, dass der Hund zu früh Witterung erhält und in eine Suche verfällt anstatt auf dem Weg gerade voran zu gehen, bis der Suchen-Pfiff ertönt.

Übung 1.

Wir stehen am ersten Einweisestäbchen. Dort können wir Nadine dabei beobachten, wie sie ein Dummy (D1) auslege. Danach gehts frei bei Fuß zu S1. Fienchen wird mit „Get Out“ geschickt und läuft los. Sie geht direkt auf das Stäbchen schnappt das Dummy und ab zurück.

Durch das unmittelbare Beobachten des Auslegens und der Tatsache, dass der Hund auf seinem „Weg“ wieder zu dem Stäbchen läuft bauen wir den Vertrauensweg auf.

Übung 2.

Die zweite Übung beginnt während der Hund auf dem Rückweg mit Dummy D1 ist. Für den Hund nicht sichtig wird wieder an ein Dummy am ersten Einweisestäbchen ausgelegt. Wieder wird der Hund von S1 mit „Get Out“ geschickt.

Übung 3.

Wieder ist der Hund auf dem Rückweg. Wieder wird ein Dummy am Stäbchen ausgelegt. Jetzt dreht sich das Gespann um 180° und geht zu S2. Von dort wird der Hund mit „Get Out“ wieder auf das Stäbchen geschickt.

Hier traten die ersten Schwierigkeiten auf. Irgendetwas hat verteufelt gut gerochen …. und genau wie Maya wich Fienchen von der geraden Linie ab. Ich bin also auch wieder einige Schritte in Richtung des alten Startpunktes gegangen und habe sie erneut ausgerichtet. „Get Out“ …. na also ….. geht doch!

Übung 4.

Das Gespann steht an S1. Zuerst sieht der Hund zu wie der Helfer an D1 am ersten (bereits vertrauten) Stäbchen ein Dummy auslegt. Dann wirft der Helfer eine Markierung zu dem zweiten Stäbchen D2.

Nun sollte Fienchen zuerst die Markierung und danach das Voran arbeiten.

Hier habe ich ganz bewusst die Entfernung deutlich verkürzt so dass sie die Markierung wirklich gut sehen konnte. Nach der Abgabe des Dummys ging es dann wieder einige Schritte in Richtung D1 damit der Weg für Fienchen „klar“ war. Und man muss schon sagen … so eine Helfer zieht schon viel Aufmerksamkeit auf sich ;-))) Na, wer bist du den???

Übung 5.

Die letzte Übung des Tages und die einzigste, die mit Seitenwind gearbeitet wurde. Das Gespann steht am Anfang des Stangenslaloms. Der Hund sieht, wie der Helfer zuerst D1 und dann direkt D2 an den beiden Stäbchen auslegt. Dann ging s frei bei Fuß durch den Slalom.

Nach Beendigung der Fußübung wurde Fienchen zuerst auf D1 mit „Get Out“ geschickt. Direkt nach der Abgabe von D1 wird der Hund erneut angesetzt und auf D2 geschickt. Die große Schwierigkeit ist, dass sie über die alte Fallstelle D1 rüberlaufen muss. Zur Hilfe stand der Helfer in Verlängerung zu D2 um die Schnulle zur Not mit einem Geräusch in Richtung D2 zu „ziehen“.

Ja, was soll ich sagen…. Der erste Versuch war etwas zögerlich aber beim zweiten hat s super geklappt. Dann war aber Ende den 5 Übungen + Korrektur das soll echt reichen. Zur Entspannung sind wir dann noch an „unseren Waldsee“ gefahren und die drei durften so richtig Retriever sein …. und sahen wirklich klasse aus nach der kleinen Runde durch Wald, Wasser und Matsch.

Es war so ein schönes Training und Fienchen war hernach …. sooooooo müde. Friedlich liegt sie da und schnarcht wie ein Holzfäller!

Was Maya und Hannes so getrieben haben lest ihr HIER