Drei Tage … Freiverloren-Suche

Bestimmte Dinge sollte man an mehreren Tagen nacheinander üben, so dass sich das zu Lernende in einem kleinen Hundegehirn einprägen kann.

Darum bin ich heute losgezogen um den ersten Teil der Freiverloren-Suche zu üben. Ich hatte mir vorgenommen die ersten 4 Aufgaben aus dem Trainingshandbuch durchzugehen. Zwischen den einzelnen Suchen hatte ich Wartezonen-Training eingeplant. Da ich ohne Helfer arbeite muss ich die Übungen immer etwas abwandeln und so wird schon die 1. Aufgabe schwieriger. Fienchen hat  keine sichtige Person die mit Geräusch ein Dummy auslegt.

Ich bin also mit Delphin losgefahren und habe am Rand der Wiese wieder unsere Wartezone aufgebaut. Fienchen auf dem Deckchen geparkt und mit dem „Windtester“  ab in den Wald.

Aufgabe 1

Die Aufgabe ist vorbereitet und ich sitze bei Fienchen in der Wartezone. Nach ca. 5 Minuten starten wir mit „Heel-Work“ in Richtung Suchengebiet. Die Hälfte der Strecke hatten wir geschafft als es plötzlich rumpelt. Schitt!! Ein Trekker und der kommt nicht an meinem Auto vorbei…. Also ich im Laufschritt mit Delphin zurück zum Auto und eine Runde gefahren um wieder mein Auto parken zu können.

Somit hatte Fienchen eine lange Unterbrechung zwischen dem Auslegen des Dummys und dem tatsächlichen Start der Übung … ob das wohl klappt?

Und los. Kommando „Left“ und wir begeben uns an den Startpunkt. Ich stelle mich parallel zu Delphin, beschreibe mit der rechten Hand eine kreisende Bewegung in Höhe ihrer Nase … „High Lost!“

Kein Fragen, kein Zögern… Raus, Dummy schnappen (500 g) und zack zurück!

So, dass war vom Schwierigkeitsgrad sicher nicht die Stufe 1. Kein sichtiger Helfer, kein Geräusch beim Auslegen des Dummys und auf jeden Fall mehr Wartezeit als 10 Sekunden.

In den folgenden Aufgaben soll dann zuerst die Wartezeit verlängert werden. Dann soll eine Zwischenaufgabe eingebaut werden nachdem der Hund den Helfer beim Ausbringen beobachten konnte und in Aufgabe 4 im Trainingshandbuch soll der Hund nach dem Ausbringen des Dummys erst eine Markierung arbeiten. Diese wird  im 180 ° Winkel zum Suchengebiet geworfen.

Also nachdem unsere Aufgabe 1 schon alle Schwierigkeiten der Aufgaben 1-3 intus hatte war als nächstes die 4. Aufgabe dran.

Da das Gelände einen Winkel von 180° nicht zugelassen hat, habe ich mich für einen 90° Winkel entschieden. Auf dem Startpunkt für unserer Suche habe ich mich um 90° gedreht (natürlich mit Fienchen) und die Markierung aus dem Wald heraus auf die offene Wiese geworfen. „Fetch it“!

Zwischenaufgabe - Markierung 90°

Nach der Abgabe sofort wieder zurückgedreht und die Kleine auf die Suche konzentriert … „High Lost!“ Raus, mit hoher Nase rein in’s Suchengebiet, Dummy aufgenommen und zurück zu mir. Und los geht die Party. Fiene darf das Dummy noch ein bisschen tragen und wird dabei natürlich gelobt und gestreichelt.

Sie hat das wirklich klasse gemacht. Manchmal habe ich das Gefühl,  dass sie auf dem Weg zur Aufgabe fast „einschläft“ aber nach dem jeweiligen Kommando düst sie ab wie eine Rakete.

Das also war Tag 1.

Lake and Land

Wir waren auf unserem zweiten Working Test bei Lake and Land. Natürlich wieder nur zum gucken und nix tun. Es war ein schönes Gelände allerdings wurde es nach ein paar Stunden schon fast wieder zu warm.

Viele Leute aus dem Forum sind dort gestartet und einige haben wir, wenn auch nur kurz persönlich getroffen. Es war schön Maike u. Luna, Helmut u. Indiana, Chris u. „Schorsch“ u. Juli, Gabi u. Kimba u. Kiomy, Heika u. Rina …..

Irgendwann ist dann auch mal so viel Zeit, dass man Quatschen kann.

Ganz großes Tennis

Ja, heute waren wir wieder auf dem Hundeplatz. Zum ersten Mal durfte sie dort auch mal die Wiese betreten. Da sich Fienchen ja gerne freudig auf jeden stürzt und überschwänglich begrüßt müssen wir definitiv lernen an Zweibeinern lässig vorbei zu laufen. Ja, wir haben definitiv mehr Probleme an Menschen vorbeizugehen als an Hunden.

Und so war unser Training heute nicht durch zugucken und warten geprägt sondern  eine völlig teilnahmslos dastehenden Frau zu umrunden.

Kaum auf der Wiese ging die Nase runter. Null Aufmerksamkeit für mich. Auf dem Platz ca. 5 -7 Gespanne die Unterordnung trainiert haben und ein riesiger Rasenmäher!

Wir haben etwas Abseits geübt. Bei den ersten beiden Versuchen musste ich ein sehr strenges „NEIN“ in die Waagschale werfen und ab dann gings super. Links rum rechts rum, vor der Frau stehen bleiben, Menschenbegrüßung … und ein tolles Spiel für Fienchen. Das haben wir dann noch 3 Mal gemacht. Auch mit ablegen. Dann Sitz und Bleib mit Abrufen an der Frau vorbei.

Alles in Allem haben diese Übungen ungefähr 10 Minuten gedauert aber Frau Puschelohr liegt auf dem Sofa und schlummert als ob ich sie bei einem Marathon dabei gehabt hätte.