Fuß, Hier und… wo hat er denn das her?

Heute habe ich mich zum zweiten Mal auf den Weg gemacht, um an einem Training von Wolfgang Köhler teilzunehmen. Wieder haben wir uns in diesem tollen Gelände am See getroffen welches wirklich endlose Variationen von Trainingsmöglichkeiten beitet.

See1gebiet

Heute auf dem Programm: Markierungen (die Fallstellen wurden später zu Memorypunkten), Doppelmarkierungen und Markierungen als Verleitungen zu den Memorypunkten.

Unser „Basislager“ incl. Startpunkt lag etwas im Hang des vom See aus leicht ansteigenden Geländes.

Aufgabe1,2,3

Wolfgang ging mit vielen Dummys bewaffnet in die Nähe der Wasserkante und warf die erste Markierung an eine kleine Gruppe Büsche. Hier war die Markierleistung von Fiene… nennen wir es mal … verbesserungswürdig. Aber nach einigen Runden konfusen hin und her rennens war das Dummy drin.

Als nächstes drehte sich der Werfer um 180° und warf die nächste Einzelmarkierung an eine mit Binsen bewachsenen Uferstelle (nicht ins Wasser!). Ich war mir sicher das Fiene den Wurf und das Fallen des Dummys wirklich aufmerksam beobachtet hatte. Als ich sie schickte, rannte sie los, in den Fallbereich, darüber hinaus, ins Wasser … um ne Runde zu schwimmen „HÄÄÄH, am Kopf kratz“ Nachdem sie dann auch noch meine Pfeifsignale gekonnt ignorierte und erst wieder ihrem Arbeitsauftrag nachging, nachdem ich meinen Körper ebenfalls in Richtung Fallbereich bewegte, versuchte sie mich mit Bringen des Dummys zu beschwichtigen. Ich nahm es ihr ab, gab es Wolfgang zurück und wir gingen zurück an den Startpunkt. Ein anderer Hund durfte arbeiten und dann viel die Markierung erneut für Fiene. Viel besser als beim ersten Versuch aber immer noch … ausbaufähig. Daher kommt wohl der Spruch „Das ging in die Binsen!“

Nun veränderte Wolfgang seinen Standort und stand nun weit entfernt (nach seinen Angaben ca. 150 – 160 Meter) mitten im Gelände. Die Fallstelle in der Wiese und als Anhaltspunkt einen Baum der weiter unterhalb stand. Das Dummy viel also zwischen Werfer und Baum.

Tschaka! Hier war ich echt zufrieden mit der Erbse. Die schwerste Markierung hat sie wirklich am besten gemeistert.

Was dann folgte fällt eindeutig unter die Dinge die die Welt nicht braucht. Da die Trainings ja im öffentlichen Gelände stattfinden ist es durchaus nicht unnormal, das einem hin und wieder mal jemand begenget. Im Normalfall gucken die Leute kurz und gehen dann weiter ihrer Wege. Manche sind so clever und rufen ihre Vierbeiner zu sich heran oder nehmen sie sogar an die Leine, weil sie wissen, dass der Grundgehorsam ihres Schützlings noch, nennen wir es mal, nicht gefestigt ist. Zwei Damen begleiteten 3 Hunde auf ihrem Spaziergang. Einer der Vierbeiner kam unserem Memorypunkt der ersten Markierung gefährlich nahe und dann war es auch schon passiert. Der Schnuffel schnappte sich ein Dummy und begann ein wildes Spiel mit seinen Artgenossen wärend die beiden Weibsen gemütlich durch die Gegend latschten und sich gegenseitig ein Öhrchen vollquatschten. „Hey, Ihr Hund hat unseren Dummy!!!!“ …. „Ooooohhh, ja wo hat er denn den her? Naaaaaa, kommstduwohlherundbringstmirdas…nichtweglaufen…mirbringen… blablablabla“

Es war unterirdisch! Nachdem das Dummy gerettet war braucht natürlich niemand zu glauben, dass die Frau gefragt hätte, wo es denn gelegen hat – geschweige denn ob sie es denn zurücklegen soll. Aber wir sind ja Kummer gewohnt. Wer nun glaubt die beiden Grazien hätten ihre Hunde gerufen um sie sicher durch unser Dummyfeld zu führen… weit gefehlt. Um ein Haar wäre auch noch ein weiters Säckchen geklaut worden. Zu allem Überfluss setzen sich beiden Frauen auf eine Bank und überließen die Hund sich selbst. Wir stellten unser Training um, da zu befürchten stand, dass wenn einer unserer Hunde zu den Büschen rennt um ein Dummy zu holen… mindest einer dieser Hunde auch dort aufschlagen würde. Das wollten wir auf jeden Fall verhindern.

Wir arbeiteten also weiter an Punkt drei.

Aufgabe4

Diesmal stand Wolfgang etwa 40 Meter vor uns und warf eine Markierung den Hang runter und eine den Hang hoch. Die erste Markierung sollte zuerst geholt werden. Dann an der Fallstelle vorbei voran schicken auf die weit hinten liegenden Memorystelle und zum Schluß die zweite Markierung. Ein stolzes Hundeführer Herz ♥ Obwohl sie kurz bei der Fallstelle der Markierung langsamer wurde hat sie sich pushen lassen und ist dann super bis hinten durchgelaufen! Auch die zweite Markierung hatte sie punktgenau.

Lagebericht von den Menschen und Hunden im Hintergrund. Zu den beiden Frauen haben sich weitere Personen mit noch mehr Hunden gesellt. Einer unsere Hunde arbeitet in Richtung des zweiten Memorypunktes und einer der ihren nimmt die Verfolgung auf…. DAS NERVT!!!

Außerdem lösten sich drei Gestalten aus dieser Gruppe, die ihren Weg fortsetzten. Ein älteres Ehepaar mit einem schwarzen, zotteligen Begleiter. Dieser Hund lief ca. 25 Meter vor seinen Menschen und versuchte völlig unauffällig zu der unteren Fallstelle zu gelangen. Das Herrchen säuselte vor sich hin:… „Bella, Fuß“…Keine Reaktion bei Bella… „Brave Bella“ – Das Zotteltier nimmt weiter Kurs auf unser Trainingsgebiet… „Fuß, Bella, Hier!“ … Bella interessiert es einen Scheiß … „Feine Bella“!  Zum Glück waren sowohl die Zwei- als auch der Vierbeiner dann an uns vorbei und wir konnten in Ruhe wieder das Training aufnehmen.

Ok. Wir arbeiten weiter.

Aufgabe5

Ausgerichtet auf den zweiten Memorypunkt fallen zwei Markierungen direkt vor uns  in jeweils zwei Bewuchsinseln. Das rechte Team arbeitet die linke Markierung, das linke die rechte Markierung und das Team in der Mitte schickt durch die Lücke der beiden Bewuchsinseln durch an den Memorypunkt. Die Markierungen waren kein Problem, beim Durchschicken wollte sie natürlich wieder in einer der Bewuchsinseln verschwinden. „Back“ super angenommen dann aber beim Suchenpfiff etwas großräumig geworden.

Bei der nächsten Aufgabe sollte ein Hund beide Markierungen holen der zweite dann weider voran auf den Memorypunkt. Wolfgang sagte ausdrücklich, es sei ihm wurscht welche der beiden Markierungen zuerst geholt wird. Wir sollten doch mal versuchen den Hund ohne Handzeichen auf die Dummys zu schicken – also nur mit dem Apport-Kommando. Stellen sie sich doch mal für 5 Euro doof an Frau F….. SCHICKT SCHON, SCHICKT SCHON…. sie bekommen noch 20 Euro zurück!!! OMG, bei dem Kurs „Wie mache ich es meinem Hund schwer“ habe ich echt gut zugehört. Vom Startpunkt aus waren beide Markierungen gut zu sehen, ein Umsetzten war also nicht nötig, wurde aber von mir mal so durchgeführt. Dann viel das zweite Dummy und anstatt sie sofort mit „Fetch“ zu schicken… drehte ich sie zurück auf die Erste….. Schickte sie ohne Handzeichen… und ooooooohhhhh, welche Überraschung….. sie lief natürlich zur zuletzt gefallenen Markierung! Als ich sie dann auf das andere Dummy nur mit „Fetsch“ schickte bliebe sie völlig irritiert zwischen den Bewuchsinseln stehen. Ich rief sie zurück, schickte sie mit Handzeichen und zack… wars dann drinn. Das hätten wir wirklich einfacher haben können.

Auch von Wolfgang gabs berechtigte Manöverkritik. Lass dem Hund in diesem Fall seinen Plan verfolgen. Wenn sie etwas anderes im Sinn hat als du, verlierst du im WT-Fall viele Punkte weil du zwei Mal unötig handeln musst. Ihm sei das auch schon so ergangen und da kann man sich dann richtig in den Allerwertesten beißen.

Lagebericht von den Menschen mit Hunden im Hintergrund. Nur auf der Bank sitzen, rauchen und den Hunden zugucken ist langweilig (oder aber zu kalt) geworden und sie ziehen von dannen.

Wir habe wieder freien Arbeitsweg zu Memorypunkt 1.(siehe Grafik 1)

Wir schicken voran, es klappt super.  Nun ändern verändern wir unseren Startpunkt für die letzte Runde und gehen zur Wasserkante.

Aufgabe6

Von hier aus arbeiten wir eine Markierung in hohen Bewuchs. Die Entfernung liegt bei geschätzten 50 – 60 Metern. Die Flugbahn ist gut sichtbar. Fallbereich durch den Bewuchs nicht. Im ersten Durchgang tun sich alle Hunde schwer und gehen viel zu tief ins Gelände. Auch die Wasserkante zieht wieder deutlich. Im zweiten Versuch klappt es dann sehr gut.

Nun nehmen wir uns den Memorypunkt 1 aus der neuen Perspektive vor. An der Wasserkante voran und durch einen breiten Bewuchstreifen (Binsen) hindurch.

Aufgabe7,8

DAS … hab ich gewusst, daß das so kommt! Gleich zu Beginn des Trainings hatte ich Gitta prophezeit, dass wir diesen Weg schicken würden. Es hat erstaunlich gut geklappt. Vor dem Geländeübergang nochmal gepusht und zack… war das Dummy zu Hause.

Letzte Aufgabe des Tages: Es fällt eine Wassermarkierung, diese ist direkt zu arbeiten. Danach erneut voran auf Memorypunkt 1 Tja, Wassermarkierung 20 Punkte und beim Ausrichten auf das Voran war ich wohl ein wenig nachlässig und Fiene zwitscherte ab in Richtung Wasser… NEIN … Nochmal ausgerichtet und ohne pushen gings durch den Bewuchstreifen zu den Dummys.

FAZIT:

1. Trotz „Hormonstatus“ kann ich sehr zufrieden sein. Tempo und Konzentration werden in ein paar Wochen wieder ansteigen.

2. Fiene wird bei Markierungen auf weitere Entfernungen immer sicherer.

3. Wir sollten mal wieder ein paar Einheiten nur für den Suchenpfiff einlegen.

4. Frauchen muss sich ab und zu mal ein bisschen zusammenreißen um den Murkel nicht zu verwirren und ihr ihre Selbstständigkeit zu bewahren und zu fördern. – So erkenne ich auch eher welche Ideen sie so hat.

5. Ich überdenke nochmal die Bedeutung von „Fuß“ und „Hier“ – Bella und ihr Herrchen haben da völlig neue Maßstäbe gesetzt.

Von Hirschen, Eulen und Dummys

Vor einigen Wochen flatterte die Einladung für das jährliche Grillfest beim Golden Worker Retrievertraining in den virtuellen Briefkasten.

Wir wollten diesen Ausflug mit einer Übernachtung verbinden und so ging die Sucherei nach einem Hotel los. Sonst wirklich vom Glück verwöhnt, gestaltete es sich dieses Mal wirklich schwierig. Betriebsferien, ausgebucht… keine Hunde gestattet….

Da ich mich am Samstag aber noch mit Gabi und ihrer Ejby zu einem Training verabredet hatte, suchte ich also noch rund um Gabis Wohnort und wurde fündig. Es kam dann aber doch ganz anders. 2 Telefonate und 3 Emails später hatten wir eine kleine Ferienwohnung in Winterscheid und nur zwei Häuser weiter wohnt unsere Trainingsverabredung.

Das Umschwenken auf die Ferienwohnung war in zweierlei Hinsicht richtig. 1. wir hatten mehr Platz und 2. kein Kinderkarussell unter dem Fenster. Wie sich herausstellte war nämlich Kirmes!

Unsere Anreise verlief problemlos und als wir am Grillplatz ankamen war schon einiges los. Leider zu viel für unseren Hannes. Die vielen Menschen und Hunde konnte er einfach nicht entspannt ertragen und so brachten wir ihn zurück ins Auto. Bei offener Klappe und einem großen Kauknochen hatte aber auch er noch seinen Spaß.

Es war ein sehr schöner, geselliger Abend. Viele Freunde haben wir getroffen, lecker gegessen und geklönt. Später gab es noch so lustige Spiele wie:

  • Dummy Zielwerfen – Mit einem Dummy in einen Reifen treffen bzw. so nah wie möglich ran
  • Tennisball Lotto – In einem bestimmten Gebiet lagen mit Zahlen versehene Tennisbälle. Der Hund wurde dreimal zu „Suche“ geschickt und die Punkte auf den Bällen zusammen gezählt.
  • Einweisen ohne Hund – Mensch weist Mensch ein 🙂 … auf eine Hugo-Flasche!

Viel zu schnell wurde es dunkel und ich müde. Man muss einfach wissen wann’s genug ist.

Nach einer ruhigen Nacht und einem kleinen Frühstück holte mich Gabi zu unserem Training ab. Gabi hatte eine schöne Runde ausgesucht mit einigen Arbeitsstationen … und die waren richtig klasse.

Wir waren erst kurze Zeit unterwegs, da sagte Gabi plötzlich: „Guck mal, DA…. ein Hirsch!“ Ich spähte angestrengt in die von ihr angezeigte Richtung und da stand er! … Aber… Moment… der bewegt sich ja gar nicht!?

hirsch

Gabi grinste. Das sei eine Zielscheibe für Bogenschützen und schon hatte ich Bilder von Männern in grünen Strumpfhosen und einer Feder am Hut im Kopf…

und musste lachen! Wissend, wie wir mit unseren Dummywesten, dem Entenlocker im Mund oder „brrrrd-brrrrrd“, „yeap-yeap“ rufend von anderen Menschen bevogelzeigt werden. Weiß ich doch nun… es geht immer noch besser.

Wir setzten unseren Weg fort, vorbei an einer Eule

Eule

und immer noch lachend freuten wir uns, dass Fiene und Ejby offensichtlich ein gutes Duo bildeten. Sie flitzen, hüpften watzen durchs Wasser

Goldhunde
Beide zu schnell für mich und die Nikon 😉

aber bevor die beiden ihr ganzes Pulver verschießen konnten waren wir an der ersten Arbeitsstation angekommen. Eine langgezogene Wiese mit einer Verjüngung etwa in der Mitte. Von oben betrachtet sieht sie sicher aus wie eine Sanduhr. Umgeben ist die Wiese von Wald und höherem Bewuchs.

Übung1

Aufgabe 1(a)
Aufgabe 1 – Teil 1

Nachdem die ersten beiden Dummys eingesammelt waren verlegten wir den Startpunkt noch weiter nach hinten. Der Blickwinkel änderte sich wie folgt:

Aufgabe 1(b)

Um die Sache noch ein bisschen schwieriger zu gestalten wurde noch jeweils eine Markierung (D5 + D6) geworfen. Tja, und dann folgte eine weitere Folge der Serie „Get Out!“ – Nein, komm zurück – ausrichten – „Get Out!“ – Nein, komm zurück – ausrichten – „Get Out!“ … achsoDAAAASgeradeausmeintestdukeinProblemichrennmalbisdahintenhinundholeinDummy!

Es ist schon wirklich manchmal zum Verzweifeln, dass sie es meistens noch nicht beim ersten Versuch schafft. Aber… immer mit der Ruhe … mit den kleinen goldenen Hunden! Nachdem Fiene voran auf D3-D4 gemeistert hatte durfte Ejby die Markierung D5 holen und im Anschluss gleich das Voran. Das so schon deutlich sicherer aus als bei meiner Murkel-Liese. Fiene arbeitet dann D6 und das wirklich richtig gut.

Nun wandelten wir die Aufgabe wieder etwas um. Ich machte mich auf den Weg zum Geländeübergang und legte hinter dem hohen Bewuchs zwei Dummys aus.

Dann lief ich zurück und warf erneut jeweils eine Markierung nach rechts und links (an die alten Fallstellen).

Aufgabe 1 (c)

Ich richtete Fiene auf D9 aus. Sie nahm die Richtung perfekt an suchte im Fallbereich und … verschwand hinter dem Bison im Wald. Ich bin wirklich immer wieder erstaunt, welche werferischen Glanzleistungen mein Hund mir zutraut … unglaublich… wenn ich das könnte wäre ich wohl „Profi-Workingtest-Helfer“.

Also Rückruf. Nochmal ausgerichtet geschickt … und wieder war sie in der Idylle des Waldes verschwunden… tststs. Ich ging in den Bereich der mir als Fallbereich im Gedächtnis war und fand … NIX! Gabi gesellte sich zu mir und wir durchkämmten den Bewuchs doch einige Minuten bis wir D9 gerettet hatten. Gabi stellte sich als Helferlein auf und warf diese Markierung für Fiene nochmal die dann auch gleich von mir geschickt wurde. Ejby sammelte sehr souverän D10 ein und dann ging es auf den alten Punkt.

Befürchtet hatte ich es ja schon und so wunderte es mich nicht sonderlich, dass Fiene beim ersten „Get Out!“ rumeierte. Also ging ich vor bis zu dieser Verjüngung im Gelände und zeigte mit der Hand weiter nach hinten in Richtung der ausgelegten Dummys.

Ich setzte sie erneut an und sie ging durch. Wir merkten richtig wie sie an Sicherheit gewann und schneller wurde als sie an den Fallstellen der Markierungen vorbei war. Sie überquerte den Geländeübergang und brauchte noch zwei drei Meter zum Stoppen. Durch den Hier-Pfiff wollte ich sie näher an den Bewuchs heranbringen aber sie war (wie so oft) zu schnell für mich und hüpf … war sie schon wieder auf meiner Seite des Grases. „Stop!“ … „Back!“ … „Suchenpfiff!“ … Hand nach links … Zack, Dummy gepickt und zurück war sie.

Darüber habe ich mich sehr gefreut. Das handeln auf große Entfernung hat Fiene und mir zu Beginn des Jahres doch noch schwer zu schaffen gemacht. Inzwischen klappt es immer besser.

Wir setzten unseren Spaziergang fort, die beiden Mädels begannen ein „Ich hab ein Stöckchen … Guck … und schnell weg – Spielchen“ und Gabi und ich klönten und philosophierten über Training, Methoden, Workingtests und schon waren wir an der nächsten Station. Leider gibt es von dieser keine Fotos da es dort doch sehr dunkel war.

Beschreibung Station 2:

Das Gespann steht im Wald. In ca. 10 Meter Entfernung schlängelt sich ein Bächlein durch die Aufgabe. Hinter dem Bachlauf steigt das Gelände steil an. Der Werfer steht oben im Hang (30 – 40 Meter) Es fällt eine Markierung hinter einen umgefallenen Baum. Werder Flugbahn noch Fallstelle sind gut zu sehen. Der Hund muss weitestgehend mit dem Gehör markieren.

Diese erste Markierung arbeiteten beide Mädels besser als gedacht. Danach wird an die Fallstelle der Markierung ein Dummy nachgelegt und es fällt eine neue Markierung in den Bachlauf. Diese wird gearbeitet und der Hund danach auf die alte Fallstelle von D1 den Hang hochgeschickt.

Die Markierung war für beide Damen kein Problem. Beim Voran blieben beide kurz am Bachlauf hängen aber mit einem „Back“ fanden beide ihren Weg hoch zur alten Fallstelle und pickten ihr Memory. Sehr fein gemacht 🙂

Inzwischen waren die Temperaturen ganz schön gestiegen und wir wanderten unseren Weg weiter zur dritten und letzten Station. Nochmal ein Voran mit einer Verleitmarkierung.

Zuerst legte Gabi unbemerkt 2 Dummys aus und wir setzten unseren Weg fort (blaue Linie). Der Weg verlief dort in einer scharfen Kurve und die Hunde mussten über dieses Stückchen Gelände geschickt werden. Leider fängt das Foto nicht ein, das der Bewuchs schwierig und das Gelände abschüssig war.

Aufgabe 3

Aufgabe 3 (b)

Hier hat man dann doch gemerkt, dass richtige Blinds noch nicht so unsere Stärke sind. Aber, sie ging raus… wenn auch viel langsamer als auf einen Memorypunkt und sie hat auch gefunden. Die Markierung war dann Formsache.

Ich war doch ziemlich beruhigt als ich sah, dass auch Ejby etwas zögerlicher das Gelände annahm. Dennoch war sie schneller am Blind. Ivonne macht sich eine Notiz … Suchenpfiff weiter üben!!!!

Nun stapften wir den Rest des Weges schnatternd durch den Wald und viel zu schnell waren wir dann wieder am Auto. Liebe Gabi … vielen Dank für deine Hilfe bei der Unterkunft, den schönen „Walk mit Work“ und natürlich … Kaffee & Kuchen 🙂

Ich hoffe wir treffen uns ganz bald wieder.

Pack die ….

Dummys alle ein… nimm das kleine Fienelein … und dann nix wie ab …. Trallala!!

Nach dem gelungenen Auftakt am Wasser sollte heute das erste offizielle Mudpaws Wassertraining steigen. Janina und ich machten uns also auf den Weg um uns mit Jens zu treffen.

Da ich ja das Gelände am Freitag „gescannt“ hatte war die Planung der Aufgaben einfach. Markierungen über Wasser, Voran auf Memorypunkte, Doppelmarkierung kurz / lang …

Aufgabe 1 Markierung über Wasser

Wir fingen direkt mit einer Markierung über Wasser an … und Fiene zögerte. Obwohl sie die Stelle schon von Freitag kannte hatte sie Hemmungen ins Wasser zu hüpfen.

Hmmm, warum wieder die Pienzenummer? – Tja, beim letzten Mal durfte Fiene zu Anfang Wassermarkierungen arbeiten. Der Trieb bei „platschenden“ Dummys ist wohl doch nicht zu unterschätzen. Allerdings zeigt das auch, dass wir viele, viele Markierungen über Wasser arbeiten müssen um ihr die nötige Sicherheit zu geben.

Kuck-Kuck

Als nächstes wurde auf die Fallstelle des Marks ein Dummy ausgelegt und die Hunde voran geschickt.

Der Bann war gebrochen, einmal drin im kühlen Nass erledigte der Goldmurkel seine Aufträge wirklich super. Kleine Kritik … der direkte oder gerade Rückweg sieht gelegentlich doch etwas anders aus. Da will ich mich aber derzeit nicht dran hochziehen denn es gilt die Wasserarbeit generell durchweg positiv zu gestalten. Schnell rausgehen bei wechselnden Einstiegen und auf Memorys das ist der Schwerpunkt. Feinschliff kommt später.

Aufgabe 3 Voran mit Verleitmarkierung im Wasser

Gleich im ersten Durchgang zeigte Fiene eine wirklich 1 a Arbeit und ich begann den Tag richtig zu genießen. 🙂

Ich komme …..

Es folgte ein Ortswechsel. Naja, genaugenommen drehten wir uns nur um 180° und gingen über den Feldweg und schon lag ein neuer Geländeabschnitt vor uns.

Aufgabe 4 Markierung mit Verleitung

Wieder eine Einzelmarkierung mit Verleitung. Zwei Teams stehen am Startpunkt. Die Markierung fällt. Das Dummy kullerte da ein wenig den Hang runter und lag dann “versteckt” in etwas höheren Bewuchs. Drehen um 180 °. Das Team welches an der Wasserkante steht wirft eine Verleitung in den See “platsch”. Zurückdrehen. Team 1 arbeitet die Markierung. Erneut wird dort eine Markierung geworfen. Die Teams drehen sich zur Verleitung welche von Team 2 gearbeitet wird. Wieder wird die Verleitung geworfen. Drehen. Team 2 wird auf die Markierung zur Landzunge geschickt. Drehen und Team 1 die Verleitung arbeiten lassen.

Auch das hat ohne Probleme geklappt. Da unsere Trainingskollegen eher ein Problemchen mit Übermotivation am Wasser haben verzichteten wir auch in diesem Durchgang auf direkt zu arbeitende Wassermarkierungen.

… bin gleich da !!!

Nun folgte eine meiner Angstübungen. Doppelmarkierung kurz / lang. Noch im Mai an der Ostsee war diese Aufgabe für uns unlösbar. Unzählige Steinchen musste Bernd zum hinteren Dummy werfen und sie ging entweder gar nicht ins Wasser oder nie weit genug um das Dummy doch noch holen zu können.

Aufgabe 5 Doppelmarkierung kurz / lang

Es hat geklappt! Als sie beim zweiten Dummy etwas langsamer wurde hat Jens vorsorglich ein Steinchen geworfen und sofort nahm sie wieder Fahrt auf und hat das Dummy eingesammelt. Ein kleiner Schritt für den Dummysport ein großer Schritt für Fiene und mich. *freu*

YES !!

Jetzt war es Zeit für eine etwas längere Pause. Wir saßen im Schatten und ruhten uns alle ein wenig aus. Alle? Neee, alle ausßer Baja, die verrückte Nudel. Die drehte in der Wartezone dann nochmal so richtig auf. Nach einer kleinen Stärkung bereitete ich die Abschlußaufgabe vor.

Ich legte Dummys in den Hang oberhalb der Fallstelle von der Markierung bei Aufgabe 4. Danach warf ich Verleitungen auf und hinter ein kleines Inselchen. Außerdem hatten wir nach Beendigung der Aufgabe 3 an dieser Stelle noch ein Treiben durchgeführt und dort Dummys im Uferbereich ausgelegt.

Aufgabe 6 Teil 1 Voran auf Memorypunkt danach Voran auf die Insel

Das Voran auf die Landzunge hat problemlos geklappt obwohl eins der Verleitungsdummys seinen Weg schon in Richtung Landzunge gestartet hatte.

Als alle drei Dummys von dieser Stelle geholt worden waren befand sich das Verleitungsdummy an der eingezeichneten Stelle. Ich schickte Fiene um genau dieses zu holen. Ich gebs zu, wir hätten Punkte abgezogen bekommen… mindestens 5 (nach meiner Meinung) aber sie ging raus, schwamm zu der Insel und ich händelt sie mit „Out (rüber) an die Spitze der Landzunge… Da entdeckte sie das Dummy und so können wir sagen … Mission erfüllt. Ich habe mich so dermaßen gefreut!

„OUT ! – nach links“

Wie das so ist, wenn man sich sehr freut fällt Anspannung ab und die Konzentration geht flöten. Das habe ich dann bei Schicken auf die Verleitungen (Memory) auf die Insel gemerkt. Sicher war Fiene jetzt auch schon etwas müde aber genau deswegen hätte ich auf dem Posten sein müssen. Das schreibe ich mir fürs nächste mal gleich mal hinter die Ohrwatscheln. Ich musste Fiene einmal pushen und sie setzte ihren Weg direkt fort. Auf der Sandbank angekommen brauchten wir einen Hier-Pfiff und eine Richtungsanzeige beim Suchenpfiff, dann brachte sie mir auch dieses Dummy.

Wo ist denn nur dieses Dummy?
Die Tauch-Fiene ♥

Nun ging es zu den wirklich letzten Dummys des Tages. Voran auf die vor 3,5 Stunden ausgelegten Dummys nach Treiben.

Aufgabe 6 (Teil 2) Voran auf Memorypunkt

Ich sag nur eins „TSCHAKKA!!!“ und wers nicht glauben kann …. sollte sich das Filmchen angucken ….

Kann sich jemand vorstellen, wie sehr ich mich über dieses Training freue? Ne, dann will ichs euch verraten … wie ein Riesenschnitzel!!!

Flachköpper!!

Jens hat diese super tollen Bilder von meinem Baywatch-Fienchen (Danke … Anke 🙂 ) geschossen und im Gizmo Blog gibt es noch ein paar mehr.

Glücklich und müde fuhren wir alle zum goldenen M. dort stärkten wir uns und Fiene bekam was sie sich mehr als verdient hatte … einen Cheeseburger … ich glaube das wir das auf jeden Fall wiederholen werden … also Training und natürlich Burger 😉