Und wieder einen Kopfsprung …

in die Ursuppe.

Ja, es ist wieder so weit. Wir gehen viele Schritte zurück in unserem Training. Da Fiene ja in ihrem Hormonrausch für diverse Überraschungen gut ist gilt es also nun das Training so zu gestalten, dass sie nicht in ihren „Amnesiemodus“ verfällt. „Häääh, get out, das kenne ich nicht!“ oder „Geradeaus, geradeaus wird völlig überbewertet!“

Ich fuhr also das Gelände vom letzten Training an. Dann ging es erstmal darum die Dummys auszulegen.

2013-03-23 Auslegen

Vom Auto aus durfte Fiene frei laufen. Als ich an dem Punkt „auslegen“ angekommen war machte ich den Sitz-Pfiff. Fiene konnte dann beobachten, wie ich in dem Totgras 4 Suchendummys auslegte. Für das brave Warten bekam sie ihren Dummyball und wir setzten unseren „Spaziergang“ fort. Wir umrundeten die Wiese und an der Stelle „!!!“ machte plötzlich ein Hase hoch und Fiene… hinter her! Hier-Pfiff – Fiene drehte sofort bei und kam auf mich zugerannt. Dafür bekam sie natürlich den ganz großen Applaus. Wir feierten eine Dummyball-Party mit Leberwurst und Streicheleinheiten und gingen danach weiter zu P1. Ich war mir fast sicher, dass nach so viel Party der imaginäre Radiergummi durchs Fienehirn gerazzefummelt war. Aber weit gefehlt. Ich richtete sie aus und wie an der Schnur gezogen ging sie voran zu unseren Minidummys.

Weiter gehts diesmal im „Fußmodus“. Bei der Position „Dummywurf“ wurde das Dummy in das Wäldchen geschleudert. Da ich gut gefrühstückt hatte schaffte ich es tatsächlich und das Wurfobjekt kullerte auch noch ein bischen den Hang runter.

2013-03-23 (1)

Weiterlaufen. Leider ist auf dem Bild der Laufweg (gelb) nicht so gut zu sehen. Dann standen wir wieder auf dem Startpunkt von unserem Markiertraining. Als erstes wieder ein Voran auf die Minidummys.

Minidummys

Den Geländeübergang schaffte sie erst im zweiten Versuch denn, wen wundert es … Sie erinnerte sich an die Dummys die vor 6 Tagen !!! an der Hecke gelegen hatten und so zog es sie auf dem Weg nach links rüber.

Sagte ich schon, dass ich mich gelegentlich sehr wundere woran sie sich noch erinnert und an was nicht… bei den Minidummys war sie vor ner viertel Stunde tstststs!

Also nochmal angesetzt, konzentriert und geschickt. Ok, diesmal hatte es dann geklappt.

Dann drehten wir uns zu unserem ausgeworfenen Dummy. Das lief wirklich wie am Schnürchen. Hatte ich zuerst noch befürchtet, dass sie die alten Fallstellen der Doppelmarkierung vielleicht ablenken könnten, flitzte sie dort einfach drüber, suchte auf Pfiff sofort und kam schnell mit Dummy wieder.

Noch zwei Minidummys übrig. Ich setzte Fiene am Startpunkt ab und ging selbst den Hang runter. Dann schickte ich sie „back“ über den Graben. Sehr schön drehte sie über die richtige Schulter und war mit Dummy Nr. 3 wieder bei mir. Für den letzten Durchgang ließ ich sie „out – nach rechts“ auf die Dummys gehen und auch das klappte problemlos.

So, in zwei Wochen werde ich das Gelände vor unserem Spaziergang präparieren und sie so auf Blinds an bekannte Stellen schicken mal sehen wie es dann aussieht mit ihrem Erinnerungsvermögen.

Doppelmarkierungen

und andere Kleinigkeiten haben wir heute mal wieder geübt. Zusammen mit Nadine und Monika zuckelten wir ins Gelände. Da Fiene sich ja derzeit im Auge des Hurrikans in der Mitte der Läufigkeit befindet wollte ich für sie wirklich nur eine kurze Einheit… sozusagen, dass die Gehirnzellen nicht völlig einrosten.

Um Anton nicht wuschig zu machen „durfte“ sie als letztes ran. Eingemummelt wartete sie im Auto bis sie an der Reihe war. Auf dem Weg zum Startpunkt legte ich an einer Hecke 2 Dummys aus (Fiene durfte zusehen) dann standen wir am Startpunkt und Monika bebrrte und beklatschte ein Blind (4 Dummys ausgelegt) und danach drehten wir uns um 180° für unsere Doppelmarkierung.

Da ich ja weiterhin daran arbeite ihr Markierungen nicht mehr deutlich anzuzeigen war ich gespannt, wie es laufen würde.

Zuerst fiel das obere dann das untere Dummy. Ich schickte Fiene auf D1 und sie zischte los …. und weiter …. durch den Fallbereich und weiter ….. drehte ab …. rannte  zu Nadine und versuchte hartnäckig ein Dummy bei ihr zu klauen! Tstst! Erwähnte ich schon, das der Anstieg des Hormonspiegels dramatische Auswirkungen auf Augen, Nase und Gehirn haben… Kall, mei Drobbe!

Nochmal. Wieder ausgerichtet und geschickt. Diesmal hatten wir das Dummy dann mit Suchenpfiff drin. Dummy D2 war dann in Ordnung.

Ich drehte mich und schickte sie auf die Hecke. – Formsache –

Doppelmarkierung die Zweite. Wurf oben, Wurf unten …. D1 “Fetch it” klappte diesmal bedeutend besser. Drehen und auf das bebrrrrte Blind schicken.

Hier war die Schwierigkeit das sie ja schon an der Hecke war und nun sollte sie über den Weg und schräg über den Graben. Da Monika immer noch bei dem Baum stand war es kein Problem für Fiene den Weg zum Blind zu finden. (Merkzettel: Helfer bewegen sich von bebrrten Blinds weg und stellen sich woanders hin).

Danach stand noch D2 auf dem Programm und entgegen meiner Vermutung klappte das ganz gut.

Doppelmarkierung Wurf unten, Wurf oben. Geschickt auf D1 und direkt danach auf D2. Diesmal war’s super. Wir arbeiteten dann noch die ausgelegten Dummys ab und beendeten dann unser Training.

Ruhetraining

mal ganz anders 😉

Der aufmerksame Blog-Verfolger weiß, dass ich bei Fienes Trainings sehr viel Wert auf’s „Abschalten“ gelegt habe. In der Wartezone, zwischen den Aufgaben Kraft und Konzentration sammeln. Das sollte das große Ziel sein.

Diesen Weg haben wir bisher sehr erfolgreich beschritten. Nun ist es ja so, dass auch der Zweibeiner seinem Geist zur Ruhe bringen sollte und darum machen die Zweibeiner in unserem Hause autogenes Training.

1 – 2 Mal pro Woche für ca. 20 Minuten ziehen wir uns zurück. Bequem hinlegen, CD starten und …… WUUUUUUSSSSAAAAA …. „rechter Arm schwer und warm“…..

Heute nun hat sie Fiene entschlossen auch mal an unserer Entspannungsrunde teilzunehmen. Sie schlüpfte mit ins Sportzimmer kuschelte sich an Herrchen und … entspannte ♥

Was sie wohl als Mantra benutzt? „Rute, Behang … schwer und warm“ … Auf jeden Fall hat sie sich am Ende der Übung auch wohlig gereckt und gestreckt. Mal sehen, ob sie bei unserem nächsten Termin auch wieder in Zimmer huscht.