Möglicherweise ….

eine Verwechslung??? Aber beginnen wir am Anfang, wie es sich gehört.

Wir hatten hatte Besuch von Jens und Gizmo. Zuerst wurde Jens mal überschwänglich in unserem Hausflur begrüßt… von drei stürmischen Schwarznasen. Zuerst waren Fiene und Cosma da und da er meine Wauzis ja bisher noch nie live gesehen hatte … entfuhr ihm bei Fienes Anblick mal ein „Oh, die ist ja schlank!“ Und dann, kam Hannes aus der Box!!! Oooooohhhh. Hannes ist beim Begrüßen ja nicht zimperlich und so musste unser Besucher Standfestigkeit beweisen.

Ich hab derweil schnell das Auto und das Fienchen startklar gemacht und dann gings auch schon los. Wir fuhren an den Ortsrand von Burghaun auf eine Wiese, die auch Fienchen nicht kennt. Aus dem Auto raus, das ganze Geraffel gepackt, alles aufgebaut und dann …. WARTEN. Liegen und warten! Den Abstand in der Wartezone hatten wir bewusst groß gewählt, so dass es für Gizmo nicht stressig wird. Aber etwas machte mich stutzig…. Ich will ja nicht verhehlen, dass ich ein bisschen stolz war als Fiene ohne an der Leine zu zucken mit mir zu unserem Warteplatz ging….. keine Augen für den süßen Flat-Man … komisch!

Nun gut, wenn sie arbeiten soll ist sie meist „ganz bei mir“ aber so gar kein Interesse :-O Egal, wir saßen da…. der Molch war nur ein winziges Bisschen neugierig. Von totaler Aufregung keine Spur. Also habe ich mit Fiene losgelegt. Fußarbeit, Fußarbeit und ….. ja genau Fußarbeit. Dann wollte ich einen Voranpunkt erarbeiten. Ich ging mit ihr in einer geraden Linie auf ein großes Gebüsch zu. Dort legte ich ein Dummy ab. Da das Gras recht hoch stand, konnte sie dieses nicht sehen. Leider liefen die Vorans nicht ganz so wie gewünscht. Sie driftete nach links (zu spät auf den Seitenwind geachtet!). Als ich sie zurückpfiff, dann das…..

Nanana !!!

Ok, da will ich mal nicht so sein … die großen Geschäfte gehen vor!

Nach einigen Variationen von Voran, Dummy auslegen – Fußarbeit – Voran gings zurück in die Wartezone.

Fußarbeit 1
Rückweg ... Fußarbeit
Warten... kein Problem

So, wenn wir jetzt aufhören würden wäre alles super! Aber die Fienemaus kann auch anders 😉

Sie düste los auf ein Voran, schnappte das Dummy und dieses … lebte noch und musste ….

... es bekämpfen .... durch rumdüsen !!

Aber die Maus macht sowas zum Glück eher selten und die „Anfälle“ sind nur kurz. Dann kommt sie zurück und genießt

... das Beschmust werden mit Dummy im Fang ...

Beim nächsten Voran habe ich sie um 180 ° gedreht und eine Markierung geworfen. Danach zurück gedreht und das Voran arbeiten lasse. Hat gut geklappt. Danach dann die Markierung ….

Dabei …. erinnerte sich Fiene plötzlich daran, dass der GIZMO ja noch in der Wartezone lag ….

HUHUH - Gizmo!

Man beachte bei dem nächsten Bild, dass mein Retriever mit einem ausfahrbaren Giraffenhals geliefert wurde ….

GIZMOOOOOO .....

Sie ließ sich aber abpfeifen und zeigte dann noch eindrücklich, dass sie den Stop-Sitz-Pfiff wirklich, richtig verstanden hat! Ich schickte sie Voran und sie driftete wieder nach links ab. Irgendwie saugte sie sich an der falschen Stelle fest und da wir uns in den letzten Tagen mit dem rechts und links schicken beschäftigt hatten …. War ich zu mutig!

Ich pfiff, sie saß, schaute mich aufmerksam an, mein Arm schnellt nach rechts …. und die Fiene … sitzt wie festgetackert! Ruckzuck habe ich die Entfernung zwischen Fiene und mir verringert und habe das Prozedere wiederholt und siehe da … der Arm und die Fiene schnellen nach rechts, Suchenpfiff und sie findet. Danach war Schluß mit arbeiten. Auch der Molch hatte nun fertig gearbeitet denn ja, auch warten will gelernt sein und kostet den Hund viel mentale Kraft. Zum Entspannen wollten wir dann noch ein Stück gehen um aber einen eindeutigen Schnitt zwischen Training und Spaß zu haben, fuhren wir an einen andere Stelle. Eine Stelle mit WASSER ! ….(nicht, dass unser Training keinen Spaß machen würde ….)

Aus dem Auto raus gings noch ein Stück an der Leine und nach ein paar Metern kam das erlösende „Lauf“! Fiene lief zu Gizmo … und stoppt plötzlich. Sie fremdelte und lief vor ihm weg…. Ich habe da so meine Vermutung. Das ist

Fiene mit ihrem Kumpel Merlin

und das ………  ist …..

Gizmo

Wie schon zu Beginn erwähnt ….. Möööööglicherweise liegt hier eine Verwechslung vor 😉 Ja, Ne, is klar … natürlich weiß ich, dass sie das schon gewittert hatte. Die wahrscheinlichere Erklärung für ihr pienziges Verhalten ist für mich die Phase der Scheinträchtigkeit. Die pösen, pösen Hormone, da kann Frau ja auch mal komisch werden.

Aber schön sehen sie schon zusammen aus die beiden…

Bald Freunde? ..... ganz bestimmt!

Ganz zum Schluss gabs noch eine Überraschung den, Jens hat uns ein Geschenk gemacht, zwei selbst gefertigte Moxonleinen in den Farben brombeer und eine zweifarbige gelb-blaue. Vielen lieben Dank für diese schöne Überraschung.

Die Bilder „by Gizmo“ sind auch alle von Jens und können im Blog nochmal mit anderen Beschreibungen gesichtet werden.

Sooo schön…

ich kann mich nur wiederholen. Es ist ein großes Glück andere Retrievermenschen gefunden zu haben und mit ihnen trainieren zu können.

Ja, wir haben uns wieder getroffen. Unsere Gruppe ist ja noch in den Kinderschuhen oder besser …. wir liegen noch in den Windeln. Aber wer weiß, wo uns diese kleinen Treffen noch hinführen. Schließlich hat ja jede Trainingsgruppe mal klein angefangen auch die von Katharina Paul und ihren Freundinnen in Göttingen.  Zukunftsmusik …. aber man Frau wird ja wohl mal träumen dürfen.

Jetzt zur Sache. Bei strahlend schönem Sonnenschein und weniger Kälte als beim letzten Mal haben wir unser Training für Markierungen fortgesetzt.

Unsere Gruppe hat sich zum letzten Mal vergrößert. Janina hatte Baja und Candy mitgebracht. Mandy die kleine „heiße“ Lotte und ich die Flitze-Fiene. Gut das ich von meinem Plan Hannes mitzunehmen doch noch abgewichen bin …. Hannes und heißes Lottchen, das wäre ja ein Spaß geworden.

Wir haben mit Janina und Candy begonnen. Candy ist eine blonde Labbidame mit einem ganz besonderem Charm und ihrem eigenen Kopf. Da sie sehr begierig ist zu arbeiten haben wir mit etwas Fußarbeit angefangen. Candy mag aber viiiiieeeel lieber schnuffeln und natürlich auch bespaßt werden. Fußarbeit ist sooo langweilig aber Dummys …. Dummys sind der Knüller!!!!!

Wir haben uns darum abgesprochen bei der Arbeit mit Cany darauf zu achten, ihre Erwartungshaltung gezielt zu unterbrechen. Nach einer „Testmarkierung“ um zu überprüfen wie sie arbeitet und ab sie auch ordentlich markiert. Test – bestanden! Jetzt gehts los. Markierung mit Brrrrr geworfen – Candy springt ein! Und dann folgt Helfersport, immer vor dem Hund zum Dummy kommen! Um es Candy also bei den nächsten Übungen nicht zu schwer zu machen haben wir auf „Brrrrrr“ verzichtet und nur kurz vor dem Wurf mit dem Dummy gewedelt.

Nach dem Werfen habe ich in Gedanken gezählt (21 – 22 – 23 – 24 – 25 – ) EINSPRINGEN! – Helfersport

Das haben wir noch zweimal wiederholt und dann stand fest  ….. Candy kann bis 25 zählen und danach ist ihre Geduld zu ende 🙂 Wir haben das Training dann auf den Kopf gestellt. Ich habe geworfen habe gezählt ….. bei 23 habe ich das Dummy selber aufgehoben und habe es zu Candy gebracht. Danach hat Janina mit ihr Fun gemacht. Ziel bei diesem ersten Training war also sie für das Warten zu belohnen. Diese Übungen haben wir immer weiter variiert. Wurf des Dummys – Fußarbeit. Wurf des Dummys – Helfer bringt es zum Hund. Wurf des Dummys – Apport!

Candy geht schnell raus, nimmt das Dummy korrekt hat aber bei der Abgabe kleinere Problemchen. Allerdings haben wir dafür einfach Janinas Körperhaltung von hockend in seitlich stehend umgeändert und es wurde tatsächlich schon etwas besser.

Dann war Baja an der Reihe. Aus dem Auto raus, den wichtigen Geschäften nachgehen und dann aufgeregt sein! Ich wollt nun auch Baja für ruhiges sitzen belohnen und fragt „Mag Baja Bällchen?“ Antwort von Janina: „Naja, geht so, ein Balljunkie ist sie nicht…schulterzuck.“

Baja sitzt ich gehe einen Schritt auf sie zu…. FREUDE …. ich gehe rückwärts. Nach einigen Versuchen bin ich bei ihr und gebe ihr zur Belohnung den Ball. Und dann bekommen wir etwas geboten, was Janina das „Rüben-Gen“ nennt. Es ist der Hammer! Baja dreht sie wie ein Brummkreisel und singt eine Arie!!! Sie grummelt, fiept, trällert, schnorchelt sie macht Geräusche die ich noch nie in solcher Form aus einem Hund haben kommen hören. Und – NEIN … Baja findet Bälle nur so … naja, sie ist kein Balljunkie! :-0

Damit sich das Mäuschen wieder beruhigt war auch wieder Fußarbeit angesagt. Da macht es Spaß zuzusehen. Baja hängt an Janina und himmelt sie richtig an. Super! Die Konzentration war hergestellt und so konnten wir dann den letzten Trainingsstand abfragen. Diese erste Markierung hat sie wirklich perfekt gemeistert. Der nächste Trainingsschritt war nun die Entfernung weiter zu vergrößern. Danach wurde die Entfernung wieder verringert aber dafür die Wartezeit bis zum schicken immer verändert. Zum Schluß wurde das Dummy geworfen, Baja von der Fallstelle weggedreht, etwas Fußarbeit, wieder ausgerichtet und geschickt. Sie war klasse. Da Baja bereits Trainingserfahrung hat und nach dem Landen des Dummys öfter mal zu mir schaute (ich habe geworfen) wollte ich sicher gehen, dass sie die Fallstelle nicht mit mir in Verbindung bringt. Daher haben wir folgende Übung gemacht…

Positionsänderung des Werfers

Die letzten beiden Übungen haben wir dann einfach ins Gelände geworfen. Eine Markierung mit sichtbaren Werfer und Rückenwind und dann nochmal mit nicht sichtigem Werfer ebenfalls mit Rückenwind. Ohne Probleme. Wir müssen uns nun langsam vorarbeiten um den Punkt zu finden an dem Baja Schwierigkeiten bekommt und zu früh mit dem Suchen beginnt….

Baja .... mit Entchen

Für Fiene galt es ebenfalls zu prüfen ob sie den Stand vom letzten Training zuverlässig arbeitet. Kein Problem. Dann haben wir das Baja-Training mit Fienchen wiederholt.  Auch für sie wird es nun Zeit für Markierungen ein etwas schwierigeres Gelände zu suchen.

Zum Schluß der ersten Runde war das heiße Lottchen dran. Sie hatte es schon seeeeehhhr schwer sich zu konzentrieren. Ich sag nur – kurz vor der Standhitze – das kleine Lakritznäschen am Boden und mit den Gedanken überall nur nicht beim Training. Für solche Fälle gilt, Training ja aber bitte nur bekannte Sachen und Basics. Wir haben also etwas Fußarbeit gemacht (die Lotte nicht mag) und Mandy bekam ein paar Tips wie man das ändern kann. Fußarbeit muß nämlich keine lästige Pflicht sein. Wenige saubere Schritte mit einem Ballwurf als Belohnung …. das macht richtig Spaß. Aber wie gesagt… Lotte befindet sich im hormonellen Ausnahmezustand und deshalb gabs nur 3 Apporte bei denen ihr Standpunkt verändert wurde. Nach dem Dummywurf gings frei bei Fuß auf das Dummy zu. Einmal bis zum Dummy und sie bekam es „überreicht“ beim nächsten Mal durfte sie es holen.

Man hat gemerkt, dass Lotte nicht aufnahmefähig war… Mandy beim nächsten Mal habt ihr beide wieder mehr zu tun. Aber Lottchen ist noch sehr jung und gerade in diesem Alter gilt lieber zu wenig als zu viel Training! Einmal die Leistungsgrenze deutlich überschritten kann die Monate zurückwerfen. Fördern und Fordern —- nicht Überfordern! Ganz wichtig.

Nach Lotte durfte Candy nochmal in die Suche gehen. 3 von 4 ausgelegten Dummy hat sie geholt. Suchen ist überhaupt kein Problem für Candy, kann sie dabei ja schließlich Tempo und Stil selbst bestimmen.

Candy

Leider ereilt mich jetzt die Alzheimer. Ich habe den Bericht erst zwei Tage nach dem Training schreiben können …. Familienbesuch und dergleichen haben mich vom sofortigen Schreiben abgehalten. Jetzt, da sich die Trainingsgruppe findet und wir regelmäßig arbeiten werde ich mir wohl zwischendurch Notizen machen müssen. 4 Hunde, die dieselben Übungen machen sind kein oder nur ein kleines Problem … 4 Hunde mit unterschiedlichsten Übungen und Schwerpunkten überfordern mich und mein Gedächtnis….

Nur soviel… so sieht das Fienchen nach dem Training aus

Fiene beim Extremcouching

** soooo müde **

Die Zimtschnecke ist los ….

und düst hier rum wie eine Irre. Kann es sein, das wenn man mit kleinen Golden Retrievern im starken Wind spazieren geht, dies unmittelbare Auswirkungen auf deren Gehirnfunktion hat?

Aber mal von vorne. Fiene und ich haben fleißig Fußarbeit geübt und da wir im Wald waren sind wir um Bäume rum, kleine Abhänge hoch und runter und da die Bäume eine super Gasse gebildet haben, hatte ich wieder eine natürliche Leitlinie um ein Voran arbeiten zu können.

Und so wechselte sich Fußarbeit mit Voran ab. Das Ziel war sie wirklich gut in der Konzentration zu halten während dem Fußlaufen. Wirklich holen durfte sie auch nur zwei Dummys denn …. Das Frauchen war wieder soooooo gemein. Sitz und bleib! Das war das zweite Motto heute. Zur Belohnung fürs brave Warten gabs entweder ein Lecker oder das Dummy von mir.

Da es jetzt schon so früh Dunkel wird sind wir dann noch ein bisschen aufs freie Feld gefahren. Dort gabs Spiel mit Sitzpfiff und Ballwurf und eben ……. viel, viel Wind. Und plötzlich waren wohl auch die vorhandenen Gehirnzellen durcheinander gepustet.

Es ist immer der gleiche Ablauf. Wie auf Knopfdruck komprimiert sich der kleine Körper, es bildet sich ein kleines „Buckelchen“, der Kopf gesenkt, die Rute aerodynamisch nach hinten weggestreckt und dann geht die wilde Wutz ab. Zwischendurch bleibt sie dann stehen, guckt ein bisschen irre in der Gegend rum und das Schauspiel beginnt von vorne.

Und nun sind wir schon eine ganze Weile zu Hause aber an der emotionalen Grundstimmung der Zimtschnecke hat sich nicht wirklich etwas verändert…. genau jetzt, in diesem Moment muss die arme Cosma wieder eine überschwängliche Beschmusungsorgie über sich ergehen lassen und ich bin mir nicht sicher, ob sie damit glücklich ist :-0

 

Ein Bild von einer "früheren" Schmuseattacke!