Pack die ….

Dummys alle ein… nimm das kleine Fienelein … und dann nix wie ab …. Trallala!!

Nach dem gelungenen Auftakt am Wasser sollte heute das erste offizielle Mudpaws Wassertraining steigen. Janina und ich machten uns also auf den Weg um uns mit Jens zu treffen.

Da ich ja das Gelände am Freitag „gescannt“ hatte war die Planung der Aufgaben einfach. Markierungen über Wasser, Voran auf Memorypunkte, Doppelmarkierung kurz / lang …

Aufgabe 1 Markierung über Wasser

Wir fingen direkt mit einer Markierung über Wasser an … und Fiene zögerte. Obwohl sie die Stelle schon von Freitag kannte hatte sie Hemmungen ins Wasser zu hüpfen.

Hmmm, warum wieder die Pienzenummer? – Tja, beim letzten Mal durfte Fiene zu Anfang Wassermarkierungen arbeiten. Der Trieb bei „platschenden“ Dummys ist wohl doch nicht zu unterschätzen. Allerdings zeigt das auch, dass wir viele, viele Markierungen über Wasser arbeiten müssen um ihr die nötige Sicherheit zu geben.

Kuck-Kuck

Als nächstes wurde auf die Fallstelle des Marks ein Dummy ausgelegt und die Hunde voran geschickt.

Der Bann war gebrochen, einmal drin im kühlen Nass erledigte der Goldmurkel seine Aufträge wirklich super. Kleine Kritik … der direkte oder gerade Rückweg sieht gelegentlich doch etwas anders aus. Da will ich mich aber derzeit nicht dran hochziehen denn es gilt die Wasserarbeit generell durchweg positiv zu gestalten. Schnell rausgehen bei wechselnden Einstiegen und auf Memorys das ist der Schwerpunkt. Feinschliff kommt später.

Aufgabe 3 Voran mit Verleitmarkierung im Wasser

Gleich im ersten Durchgang zeigte Fiene eine wirklich 1 a Arbeit und ich begann den Tag richtig zu genießen. 🙂

Ich komme …..

Es folgte ein Ortswechsel. Naja, genaugenommen drehten wir uns nur um 180° und gingen über den Feldweg und schon lag ein neuer Geländeabschnitt vor uns.

Aufgabe 4 Markierung mit Verleitung

Wieder eine Einzelmarkierung mit Verleitung. Zwei Teams stehen am Startpunkt. Die Markierung fällt. Das Dummy kullerte da ein wenig den Hang runter und lag dann “versteckt” in etwas höheren Bewuchs. Drehen um 180 °. Das Team welches an der Wasserkante steht wirft eine Verleitung in den See “platsch”. Zurückdrehen. Team 1 arbeitet die Markierung. Erneut wird dort eine Markierung geworfen. Die Teams drehen sich zur Verleitung welche von Team 2 gearbeitet wird. Wieder wird die Verleitung geworfen. Drehen. Team 2 wird auf die Markierung zur Landzunge geschickt. Drehen und Team 1 die Verleitung arbeiten lassen.

Auch das hat ohne Probleme geklappt. Da unsere Trainingskollegen eher ein Problemchen mit Übermotivation am Wasser haben verzichteten wir auch in diesem Durchgang auf direkt zu arbeitende Wassermarkierungen.

… bin gleich da !!!

Nun folgte eine meiner Angstübungen. Doppelmarkierung kurz / lang. Noch im Mai an der Ostsee war diese Aufgabe für uns unlösbar. Unzählige Steinchen musste Bernd zum hinteren Dummy werfen und sie ging entweder gar nicht ins Wasser oder nie weit genug um das Dummy doch noch holen zu können.

Aufgabe 5 Doppelmarkierung kurz / lang

Es hat geklappt! Als sie beim zweiten Dummy etwas langsamer wurde hat Jens vorsorglich ein Steinchen geworfen und sofort nahm sie wieder Fahrt auf und hat das Dummy eingesammelt. Ein kleiner Schritt für den Dummysport ein großer Schritt für Fiene und mich. *freu*

YES !!

Jetzt war es Zeit für eine etwas längere Pause. Wir saßen im Schatten und ruhten uns alle ein wenig aus. Alle? Neee, alle ausßer Baja, die verrückte Nudel. Die drehte in der Wartezone dann nochmal so richtig auf. Nach einer kleinen Stärkung bereitete ich die Abschlußaufgabe vor.

Ich legte Dummys in den Hang oberhalb der Fallstelle von der Markierung bei Aufgabe 4. Danach warf ich Verleitungen auf und hinter ein kleines Inselchen. Außerdem hatten wir nach Beendigung der Aufgabe 3 an dieser Stelle noch ein Treiben durchgeführt und dort Dummys im Uferbereich ausgelegt.

Aufgabe 6 Teil 1 Voran auf Memorypunkt danach Voran auf die Insel

Das Voran auf die Landzunge hat problemlos geklappt obwohl eins der Verleitungsdummys seinen Weg schon in Richtung Landzunge gestartet hatte.

Als alle drei Dummys von dieser Stelle geholt worden waren befand sich das Verleitungsdummy an der eingezeichneten Stelle. Ich schickte Fiene um genau dieses zu holen. Ich gebs zu, wir hätten Punkte abgezogen bekommen… mindestens 5 (nach meiner Meinung) aber sie ging raus, schwamm zu der Insel und ich händelt sie mit „Out (rüber) an die Spitze der Landzunge… Da entdeckte sie das Dummy und so können wir sagen … Mission erfüllt. Ich habe mich so dermaßen gefreut!

„OUT ! – nach links“

Wie das so ist, wenn man sich sehr freut fällt Anspannung ab und die Konzentration geht flöten. Das habe ich dann bei Schicken auf die Verleitungen (Memory) auf die Insel gemerkt. Sicher war Fiene jetzt auch schon etwas müde aber genau deswegen hätte ich auf dem Posten sein müssen. Das schreibe ich mir fürs nächste mal gleich mal hinter die Ohrwatscheln. Ich musste Fiene einmal pushen und sie setzte ihren Weg direkt fort. Auf der Sandbank angekommen brauchten wir einen Hier-Pfiff und eine Richtungsanzeige beim Suchenpfiff, dann brachte sie mir auch dieses Dummy.

Wo ist denn nur dieses Dummy?
Die Tauch-Fiene ♥

Nun ging es zu den wirklich letzten Dummys des Tages. Voran auf die vor 3,5 Stunden ausgelegten Dummys nach Treiben.

Aufgabe 6 (Teil 2) Voran auf Memorypunkt

Ich sag nur eins „TSCHAKKA!!!“ und wers nicht glauben kann …. sollte sich das Filmchen angucken ….

Kann sich jemand vorstellen, wie sehr ich mich über dieses Training freue? Ne, dann will ichs euch verraten … wie ein Riesenschnitzel!!!

Flachköpper!!

Jens hat diese super tollen Bilder von meinem Baywatch-Fienchen (Danke … Anke 🙂 ) geschossen und im Gizmo Blog gibt es noch ein paar mehr.

Glücklich und müde fuhren wir alle zum goldenen M. dort stärkten wir uns und Fiene bekam was sie sich mehr als verdient hatte … einen Cheeseburger … ich glaube das wir das auf jeden Fall wiederholen werden … also Training und natürlich Burger 😉

Wasserspaß ?

Ich gebs zu, ich hatte schon so meine Bedenken wie unser nächstes Wassertraining ausfallen würde. Die beiden letzten Episoden zu diesem Schwerpunkt sind ja eher durchwachsen gelaufen. Aber es ist ja nun mal so, dass sich die Dinge nicht verbessern indem man… drumherum schwimmt. Darum habe ich kurzerhand zugesagt als Jens fragte ob wir uns an „seinem See“ treffen wollen.

Ich hatte ja keine Ahnung was mich dort erwarten sollte. Das ist nicht einfach nur ein See oder ein Gelände. Das, liebe Freunde des gepflegten Dummy Weitwurfs, ist das Eldorado von einem Wassergelände. Markierungen in und über Wasser, Sandbänke, Schilf, Inseln …. es ist einfach nur … WOW! Aber das aller, aller Beste ist …. man darf dort mit seinen Hunden sein!

Allerdings ist das auch der, wenn auch sehr kleine, Haken. An den Wochenenden ist dort sicher ein Betrieb wie auf der Zeil und ein Training dadurch etwas schwieriger. Da würde nur sehr frühes aufstehen und anreisen für ein relativ ungestörtes Training garantieren.

Aber ich schweife ab. Als ich auf den Parkplatz fuhr bekam ich erstmal Stielaugen und als Jens und ich dann losliefen konnte ich mich kaum noch beruhigen. Allerdings ging es dem Molch genau so. Er ist der Meinung, dass dieser wunderschöne Ort einzig und allein zu seinem Vergnügen existiert und bisher war das ja auch immer so. Im Blog gibt es viele tolle Fotos die beweisen, dass dieser See Gizmos zweites Wohnzimmer ist 😉

Wir suchten uns also eine von den vielen tollen Ecken aus und begannen für Gizmo mit Übungen am Wasser entlang. Es wurde ein Dummy sichtig an Land ausgelegt und eine Markierung als Verleitung ins Wasser geworfen. Dabei wurde der Winkel zwischen Verleitung und dem Dummy an Land immer kleiner. Die Markierungen waren alle für Fiene und ich kann voller Erleichterung berichten, ohne bremsen, ohne fragen dafür aber mit Hechtsprung düste sie los um die Canvassäckchen aus den Fluten zu retten.

Wir arbeiteten Doppelmarkierungen kurz – lang, eine Markierung über Wasser mit anschließendem Voran auf den Memorypunkt, Doppelmarkierung linkes Gewässer – rechtes Gewässer …. Es war super!

Aber am meisten gefreut habe ich mich über eines der Memorymarks. Wir hatten beide Hunde im linken Gewässer arbeiten lassen. Da das eine Dummy hinter eine bewachsenen Sandbank getrieben war dauerte es ein Weilchen bis Gizmo tatsächlich hinter die Insel ging und dort suchte… und fand. Dann schickte ich Fiene voran auf das Memory im rechten Gewässer. Auch dieses war ein ganzes Stück abgetrieben. „Get Out“ – und obwohl sie das Dummy nicht im Blick hatte, sprang sie ins Wasser und paddelte los. Ich war vorbereitet und stand mit halb erhobenem rechten Arm am Ufer. Fiene drehte ihren Kopf und im selben Moment schnellte mein Arm nach oben… das Zeichen für „back“ und sie setzte ihren Weg fort. Diese Szene wiederholte sich noch zwei Mal. Immer wieder schwamm sie weiter und dann sah sie ihr Dummy. Die Geschwindigkeit steigerte sich und dann war sie auch schon auf dem Rückweg.

Daran war noch im Mai überhaupt nicht zu denken. Sicher hat der „Auszug der Kopfbabys“ viel mit der Verbesserung ihres Arbeitsverhaltens zu tun aber auch die Strategie der kleinen Schritte und die der Rückschritte bringen uns nach vorne.

Auch wenn ich an Fienes Phasen der akuten Gehirnabstinenz fast verzweifel und ich denke, dass diese Zeit uns um Lichtjahre zurückwirft muss ich im Anschluss daran sagen … Das ist nicht so!

Dieses zurück gehen, die ständigen Wiederholungen, die Basisarbeit führen anscheinend dazu, dass wir aus diesem „Tal der Ahnungslosigkeit“ gestärkt hervor gehen. Ich freue mich also nun auf die nächsten Wochen, die Trainings am Wasser und an Land.

Das drehen an den Schräubchen und verschieben der Grenzen. Ich bin mir sicher, dass die nächsten Trainingsberichte viele positive Aspekte beinhalten werden.

Trainingsferien Ostsee – Tag 3

Viel besser als ich dachte hat sie den zweiten Tag überstanden. Wacher in der Wartezone aber zu Hause dann doch kaputtgespielt. Abends noch ein Gang am Strand und einiger Hüpfer in die Wellen mehr brauchte es nicht um die Pfötchen im Traum wieder zucken zu sehen… Ob sie wohl Tag 3 auch noch so gut überstehen würde?

Am Wasser

Heute hatte ich es richtig gut! Nach nur 10 Minuten Fahrt war ich am Wassergelände angekommen. Mehrere Teiche und ein großer See da sollte es heute weitergehen. Um es kurz zu fassen, der Tag hätte für uns auch unter dem Motto „Mittarbeitergespräche – mit der richtigen Gesprächsführung zum Erfolg“ oder „Den mutigen gehört die Welt – in 10 Schritten zum selbstbewussten Team“ stehen können.

Ich hatte gehofft, das das Wasserseminar von Carsten uns ein wenig über dieses Thema hinweggeholfen hätte aber heute war es wieder allgegenwärtig! „Mama, ich hab die Haare so schön….“, „Mama, das ist aber weit weg das Dummy….“, „Mama, bist du dir sicher, dass man auch voran schwimmen kann….“ Ich sags mal auf deutsch …. Meine Fresse musste ich mich zusammenreißen, dass ich nicht den weltbekannten Apportwurf mache!!!

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Aufgabe 1 + 2

Am Startpunkt stehend gehen 2 Teams im Walk Up zu Punkt 1. Markierung 1 fällt in das linke Gewässer. Der Walk up geht weiter zu Punkt 2 und das zweite Dummy wird in den rechten Teich geworfen. Nun soll der links gelaufene Hund D1 holen und der rechte danach D2.

Danach wurden die Plätze getauscht.

Aufgabe 1

Fazit: Gibt kein Fazit! War einfach grottenolmig 😉 Bis zu den Zitzen im Wasser guckte sie mich mit einem jammervollen Blick an. All mein antreiben half nicht. Ich warf den Tennisball in Richtung Dummy und da ging sie raus. Bernd warf dann ein weißes Wasserdummy in die Nähe von D1 und auch das holte sie. Das fing ja richtig gut an *grummel*

Bei Aufgabe 2 war die Schwimmstrecke klein und man sah das Dummy gut auf der Wasserfläche liegen. Wieder blieb sie am Ufer stehen um mich wie bestellt und nicht abgeholt anzugucken. MITARBEITERGESPRÄCH!!! Das erste des Tages. Ich ging zu ihr und schnappte sie am Schlafittchen, blickte ihr tief ins Auge und grummelte sie an… So geht das nicht Fräulein!!! Apport – Hüpf – Platsch – Schwimm – Dummy drin!

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Aufgabe 3 + 4

Beide Teams stehen an Punkt 1 und blicken in Richtung des eingezeichneten Kreuzchens. Geli wirft eine Markierung direkt vor uns über eine kleinen Schilfgürtel ins Wasser. Umdrehen, danach Walk Up zu Punkt 2. Dort stehend fallen nacheinander D2 und D3 (Aufgabe 1 als Doppelmarkierung)

Nun arbeitet Hund 1 D2 im Anschluss Hund 2 – als letztes wieder Hund 1 D3.

Um es Fiene in diesem Durchgang einfacher zu machen sollte ich sie direkt vom Startpunkt Nr. 1 einmal durch den Schilfgürtel auf die Markierung schicken, um zu verhindern, dass sie, bei einem weiteren Anlauf das Wasser nicht direkt annimmt.

Aufgabe 3+4

Danach tauschten die Teams die Plätze und Team 2 arbeitete das Doppelmark.

Fazit: Alzheimer lässt grüßen. Gut, die einfache Markierung war kein Problem. Den Schilfgürtel überhüpft war sie schnell mit dem Dummy wieder da. Als wir aber dann für die Doppelmarkierung dran waren kam sofort unser Problem wieder. Mit vielen Steinchen lockten wir sie zu D2 und vor D3 hatten wir dann das nächste MITARBEITERGESPRÄCH !!! … erfolgreich!

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Aufgabe
5 + 6

Aufgabe5+6

An Punkt 2 (siehe Bild 1) stehent sehen die beiden Teams eine Doppelmarkierung (kurz – lang) fallen. Hund 1 dreht sich um 180° um auf ein Halbblind in dem kleineren der Teiche eingewiesen zu werden.

Aufgabe5+6(b)

Danach arbeitet Team 2 die kurze Markierung und das lange Mark wird wieder von Team 1 eingesammelt.

Fazit: Mit viel pushen und einem immer dicker werdenden Halses meiner Seits … wurstelten wir uns zu dem langen Mark… Nun wurde sie auch noch zum Spaßvogel. Sie schwamm raus um sich ein Stöckchen zu schnappen anstatt auf das große, dick und fett leuchtende, weiß – schwarze Wasserdummy zu zuschwimmen… klassisches Meideverhalten … würde ich das nennen … Sch… die Wand an! Als nächstes bestell ich mir nen Neoprenanzug und dann werden Vertrauenswege geschwommen!!! Darauf freue ich mich schon heute und ich werde tunlichst darauf achten, dass keine Kamera in der Nähe ist.

Versöhnlicherweise muss ich sagen, das wenigsten der zweite Durchgang mit dem Halbblind und der kurzen Markierung dann wenigstens etwas besser geklappt hat aber von gut waren wir echt noch ganz schön weit entfernt und von „F“ erst recht.

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Aufgabe 7

Eine Einzelaufgabe. Das Team steht am Startpunkt. Direkt vor uns ein kleiner Streifen schlotziges Wasser mit Seerosen. Auf der anderen Seite der schmale Wiesenweg … dann Hechtsprung zum Dummy in den See…. so der Plan für „normale“ Hundeführer.

Aufgabe7

Und dann kam Polly Fiene. Sie ist auch wirklich für jede Überraschung gut und ich überlege ernsthaft, mir einen anderen Leitspruch für mich zu suchen. Der bisherige lautet „Normal ist langweilig!“, kann ja schließlich auch jeder … aber vielleicht hat mein Hund mittels Gedankenübertragung diese Maxime für sich mit übernommen und ich gestehe… ich hätte gerne auch mal, wenigstens einen ganz normalen Apport heute gehabt… Aber Neeeeeee….. das wäre ja nix für uns und unseren Satz!

Fazit: War das schwierig! Im ersten Anlauf  über diesen Wassergraben hatte Fiene wohl wirklich große Angst, dass die Wassergeister sie in ihren Goldpoppes schnappen könnten. Kaum war sie im Wasser fingen die Seerosen und deren Stängel sie unter der Wasseroberfläche an zu pisaken. Lustigerweise versuchte sie mit den Pfoten auf die Blätter zu gelangen um so besser über das Wasser laufen zu können aber das ging schief, wie ihr euch sicher vorstellen könnt. Sie drehte sich um und schaute uns mit einem derartig hilfesuchenden Blick an, dass man wirklich Mitleid mit ihr bekommen konnte.

Rausgerufen…. nochmal geschickt! OK, schnell ist anders aber sie kam auf dem Wiesenweg an. Von dort aus war sie aber unter keinen Umständen dazu zu bewegen sich nochmals in die Fluten zu stürzten  und dieses Dummy zu holen. Sie saß wie festgetackert und schlotterte wie Espenlaub. Geli und ich mussten grinsen – aber – es war nun eigentlich nicht mehr witzig und dieses Gepiense….. naja, ich sagte es ja bereits ….

Ich also die begummistiefelten Beine in die Hand genommen, um das erste Wasser drumrum gelaufen, da kam sie mir schon mit hängenden Ohren entgegen. „NEIN!“ Wieder den Hund auf den Platz gesetzt …. MITARBEITERGESPRÄCH!!!

Aufstellung „back“ – und ohne Zucken ging sie um dieses Dummy zu holen, als ob das gar kein Problem sei. Jetzt mein Einsatz. Ich wieder losgeflitzt um in dem Moment, wenn sie aus dem See kommt, mich an dem ursprünglichen Standort stehen zu sehen. Gerade laufen, rechts abbiegen, Schräglage, noch ein bisschen mehr Schräglage …. und dann plumps – Seitenlage! Meine B-Note war sicher fantastisch aber für sowas blieb keine Zeit! Aufrappeln, Krönchen richten, weiterschweben. Ich war immer noch pünktlich an meinem Standort und sie kam brav durch das „Gespensterwasser“ zurück und wir starteten den zweiten Versuch.

Wer sagt es denn… der zweite Versuch war klasse! Gut raus, Wasser an der anderen Seite gleich angenommen und zurück auch wieder direkt durch den See mit den Popposchnappergeistern! So ein mutiger Hund!

Tja, und dann in einem Anfall von „Mein Gott jetzt hat sie’s“ wollte ich sie voran schicken auf das aller erste Dummy welches vom Helfer geworfen wurde und wie sollte es anders sein … es ging natürlich schief! Wieder stoppte sie auf dem Wiesenstreifen aber Bernd hatte ein paar Steinchen und „lockte“ Fiene so doch noch zum Dummy. Der Rückweg war dann wieder perfekt. Diesmal führte ich das MITARBEITERGESPRÄCH!!! mit mir selbst und ich verpasste mir einen geistigen Ar…tritt!

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Aufgabe 8

Die letzte Aufgabe des Tages war auch wieder eine Einzelaufgabe. Eine lange Markierung diesmal über Wasser. Ich schaute mir die Aufgabe an und entschied

Aufgabe8

Das ist zu weit für uns. Hatte ihr Selbstvertrauen nicht ausgereicht um die Hälfte der Distanz zu überwinden obwohl das Dummy aufs Wasser geplatscht war, war ich mir sicher, dass sie diese lange Schwimmstrecke nicht annehmen würde. Also bat ich Angelika uns nochmal eine Wassermarkierung arbeiten zu lassen und auch auf diese musste ich sie zwei Mal ansetzten.

Tag 3 – beendet und ich muss ehrlich sagen. Ich war nun froh, dass ein Pausentag folgen sollte. Viele Gedanken schwirrten mir durch den Kopf und auch Zweifel. War das eine gute Idee für uns zu diesem Zeitpunkt ein derartig anspruchsvolles Programm zu durchlaufen? Naja, bange machen gilt nicht. Ich wollte wissen wo wir stehen und hier bekomme ich unsere Grenzen klar gezeigt. Wie sonst soll ich wissen an welcher Schraube wir zu Hause drehen müssen ….

tobeconti