Ein Geburtstagstraining

Wir fuhren zu dem Gelände von vorgestern um weiter an den Markierungen über Geländeübergänge zu arbeiten.

Markierungen von unterschiedlichen Positionen bei gleichem Fallbereich "D 1"

Wir arbeiteten uns diesmal von der Mitte des hohen Bewuchses (P1) nach hinten. Der letzte Apport von P3 war dann eine neu erarbeitete Entfernung. Ich schätze, dass wir uns an die 60-70 Meter Marke herangearbeitet hatten.

Heute schien es, als ob sie wieder „wisse“ was einen markierten Apport aus macht.  Ich möchte hier mal einen Absatz aus dem Buch „Sam, Apport!“  von Nel Barendregt zitieren:

Wenn der Hund den Dummy markieren konnte, dann muss er ihn auch flott herein bringen. Wenn er anfängt zu suchen, dann hat er auch kein Dummy verdient. Im Training geht es schließlich nicht darum, ob der Dummy überhaupt reinkommt, sondern darum, wie schnell, gehorsam und sorgfältig der Hund arbeitet.

Quelle: „Sam, Apport!“ Seite 120 Autorin: Nel Barendregt

Ich war sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Schnell raus, Punktlandung am Dummy, schnell zurück! Braves Mädchen ♥

Markierungen … die Zweite!

Eine glückliche Fügung will es, das ich derzeit täglich ein Helferlein hab. Darum kann ich wirklich jeden Tag auf dem Spaziergang ein kleine aber sehr effektive Trainingseinheit einbauen.

Nach der wirklich schlechten Markierleistung vom Montag habe ich mir ein etwas anderes Gelände gesucht um weiter daran zu arbeiten.

Die Entfernung war so ca. bei 30 -40 Meter und das Brrr-Männchen war nur mit Flagmans ausgerüstet. Dies sollte bei dieser Entfernung Hilfe genug sein. Es war … schlecht! Sie ist bis zur zweiten Geländekante gelaufen und da hat sie sich dann festgesucht.

Da ich sie nicht zum Erfolg kommen lasse, wenn sie einfach anfängt großräumig zu suchen, rief ich sie zurück. Das Training wurde sofort umgestellt.

Ich stellte mich mit Fiene  in den höheren Bewuchs so ca. 10 Meter vom Geländeübergang auf den Acker entfernt auf. D1 wurde geworfen und Fiene zum Apport geschickt. Nun sind das wirklich keine Herausforderungen… aber sicher ist sicher!

Für den zweiten Apport haben wir uns dann an direkt vor den Geländeübergang von kurz gemähter Wiese auf höheren Bewuchs gestellt. D1 fiel wieder an die selbe Stelle und der Apport lief super.

Zum Schluß waren wir dann wieder bei unserer ursprünglichen Position angekommen. Wurf – Apport – Training mit Erfolg beendet.

Markierung …. *aaahhhhhh*!!!

Nachdem wir uns in den letzten Wochen ja intensiv um unser Voran gekümmernt haben, war es mal wieder an der Zeit auch ein paar Markierungen zu arbeiten und das, ist gründlich in die Hose gegangen.

Offensichtlich hat Delphin „verlernt“ sich auf ihre Augen zu verlassen… Aber, das sollte ja recht schnell wieder „aktiviert“ werden können. Hier nun erst mal das Training von heute.

Übungsaufbau

Dieses Gelände haben wir schon öfter genutzt um Voran zu trainieren oder auch das Einweisen zur Seite. Mein Ziel war, zwei bis drei Doppelmarkierungen zu arbeiten, mit wechselnder Reihenfolge bzw. mit Zwischenaufgabe.

Fienchen beobachtete die Markierungen sehr gut. Ich habe auf sie geachtet und sie hat den Flug des Dummys bis zur Landung verfolgt. Das Arbeiten von D1 war überhaupt kein Problem. Als ich sie dann aber ausrichtete und auf D 2 schickte lief sie in den Fallbereich und verfiel sofort in eine Suche. Rückruf!!

Mein Helferlein warf wieder das Dummy nach D2, wieder war sie aufmerksam und wieder … klappte es nicht!

Ich ging bis auf 20 Meter auf die Fallstelle zu. Erneut wurde das Dummy geworfen und Fiene markierte genau wie bei den vorangegangenen Würfen. Diesmal allerdings sah das holen so aus, wie ich mir das vorstelle. Markieren, schnell rausgehen, aufnehmen, schnell reinkommen.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem Helferlein wurde das Doppelmark noch mal gearbeitet. Das, muss deutlich besser werden.

Mir ist natürlich bewusst, das unser intensives Voran Training der maßgebliche Grund für die, momentan vorhandene, Markierschwäche ist. Es ist halt ein schmaler Grad zwischen Eigenständigkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (hier der Augen und der Nase) und dem unbedingten Vertrauen in die richtungsweisende Hand des Hundeführers und dem Suchenpfiff, der dem Hund sagt wohin, wie weit und wo er suchen soll.