Verleitung wird zum Memory-Mark

Was macht Frau mit läufiger Hündin bei diesen Außentemperaturen? Tja, Wasserarbeit auf jeden Fall nicht 😦 Die Gewässer stehen und um ehrlich zu sein riechen sie ziemlich übel. Ich will gar nicht wissen was für Bakterien und Keime da unterwegs sind. Da will ich nix riskieren (Pyometra).

Also suchten wir den schattigen Wald um weiter an unseren Einweise-Qualitäten zu arbeiten. Alle Richtungen sollten dran kommen immer unterbrochen von Markierungen, die als Verleitungen dienten und später als Memory-Mark gearbeitet werden sollten oder als Zwischenaufgabe um von neu ausgelegten Dummys abzulenken.

  • Aufgabe 1

Ich setze sie am Startpunkt ab, der Helfer bezieht seine Position. Auf geradem Weg (Vertrauensweg) gehe ich von ihr weg, steige über einen Baumstamm, gehe über einen mit Gras bewachsenen Waldweg in eine natürliche Schneise und lege dort 3 Dummys ab.

Auf geradem Weg gehe ich zurück zu ihr und schicke sie voran.

Aufgabe 1
  • Aufgabe 2 und 3

Wir stehen gemeinsam am Startpunkt. Der Helfer wirft die Markierung D4 diese fällt in höheren Bewuchs (Heidelbeeren), die Flugbahn ist nur unterbrochen sichtbar. Die Markierung wird direkt gearbeitet. Danach schicke ich sie wieder auf D2 und D3 voran.

Aufgabe 2 und 3
  • Aufgabe 4

Die Markierung D5 fällt. Frei bei Fuß geht es zum Startpunkt S2. Dort wird zuerst D3 als Voran und anschließend das Memory D5 gearbeitet.

Aufgabe 4
  • Aufgabe 5

Fiene sitzt an S2. Am bekannten „Voranpunkt“ lege ich D6 und D7 aus. Dann drehe ich sie um 180° und lasse sie zusehen wie ich wiederum Dummys (D8 und D9) auslege. Die Markierung D10 fällt.

Zuerst schicke ich sie seitwärts auf D6 anschließend „back“ auf D8 als letztes darf sie die Markierung D10 arbeiten.

Ich habe mich bewusst zuerst für diese Seitwärtsvariante entschieden um es ihr so leicht wie möglich zu machen. Der Weg zur Markierung war ja durch mich versperrt.

Aufgabe 5
  • Aufgabe 6

Wir stehen am Startpunkt S2 und beobachten die Markierung D11. Danach drehen wir uns um 180° und ich gehe von ihr weg. Ich schicke sie seitwärts auf D7. Danach richte ich sie wieder genauso aus, schicke sie aber diesmal seitwärts auf D9. Zum Schluß vom neuen Standpunkt aus die Markierung D11

Aufgabe 6
  • Aufgabe 7

Den Abschluß des Trainings machte eine Doppelmarkierung. Das zuletzt geworfene Dummy D13 durft sie als erstes einsammeln… D12 war dann nur noch eine Formsache.

Aufgabe 7

Ich war extrem zufrieden. Hatte sie beim letzten Mal noch Schwierigkeiten mit dem seitlichen Schicken, wenn die Verleitung hinter ihr lag… war das diesmal überhaupt keine Sache.

Ein „heißes“ Training

Schon wärend der letzten Läufigkeit habe ich festgestellt, dass es ihr einfach „kopfmäßig“ gut tut, wenn sie beschäftigt wird. Natürlich lernen wir in dieser Zeit nix neues aber sie soll sich auch nicht in ihre Lethargie ergeben.

So kam uns das Mudpaws Training gerade recht. Allerdings muss ich sagen, dass sie es dem armen Gizmo und somit auch Jens nicht gerade leicht gemacht hat. Damit hätte ich nicht gerechnet, da Gizmo nicht mehr „intakt“ ist! Jens hat seine Trainingseindrücke im Molchblog gepostet.

Mit Fiene war ich sehr zufrieden. Hat sie bei der ersten Markierung noch ein bisschen rumgeduselt war sie im weiteren Verlauf konzentriert bei der Sache. Beim Einweisen hatten wir dann auch nochmal einen kurzen Blackout aber in der Suche war sie wieder richtig gut.

Mal sehen, was der Rest der Läufigkeit noch so für Überraschungen bringt. Richtig klasse sind die Bilder, die Jens von unserem Training gemacht hat… So hatten die Molchschen Ausfallerscheinungen doch noch (für uns) etwas positives……

Fiene startet durch

Hier wurden Markierungen gearbeitet. Wir standen auf der Wiese und die Werfer auf dem Stoppelacker. Auf dem Weg zum Dummy musste ein Feldweg und dann ein kleiner Graben überwunden werden. Gearbeitet wurden Doppelmarkierungen.

Bei dieser Übung sollte immer D1 als erstes reingeholt werden obwohl die Hunde ja D2 zuletzt gesehen haben. Hier musste also auch der Hundeführer aufpassen um, zur Not, mit dem Suchenpfiff den Hund im Fallbereich von D1 zu halten.

Bei dieser letzten Szene hat Nele mal das Ziegengehege besucht. Das kann Fiene überhaupt nicht verstehen … wo doch auch Dummys im Spiel waren… wen interessieren denn da wohl Ziegen ??

Ortswechsel. Der „Pippin-Gedächtnis-Wald“. Fiene blieb zuerst im Auto um nicht das Wäldchen mit ihrem Duft zu „verseuchen“. Sie sollte als letztes mit Sheila zusammen arbeiten.

Das hat auch bis, wie schon geschrieben, fast immer gut geklappt. Voran, Seitwärts, Back…. mit Verleitmarkierungen…. trotz „Hitze“ guter Job vom Goldstückchen.

und hier noch meine beiden Lieblingsbilder …. Danke Jens 🙂

Meine Süße ♥

Vertrauen ist alles

Ja, es ist wohl richtig, dass das „Voran in gerader Linie“ tatsächlich Fleißarbeit ist. Es ist aber noch etwas …. Vertrauenssache!

Vertrauen gewinnt der Hund dadurch, das der Hundeführer in tatsächlich immer zum Erfolg bringt. Unsere „Vorans“ sind daher nie wirkliche „Blinds“.

Zu Beginn unseres Trainings durfte Fiene immer zu sehen, wo ich Dummys auslege. Dann sind wir immer Vertrauenswege gelaufen, so dass sie wirklich, wie an einer Schnur gezogen, zum Dummy rennen konnte. Nun ist es ja im Einzeltraining so, dass ich immer mehrer Dummys an den Fixpunkt lege. Sie weiß also, dass sie dort mehrmals hinrennen kann.

Seit einigen Wochen habe ich diese Form des Trainings etwas umgestellt. Wenn ich zum Beispiel am Montag einen Fixpunkt erarbeitet habe, suche ich diesen am Donnerstag wieder auf. Ich lasse Fiene im Auto während ich ein oder mehrer Dummys an diesem Punkt auslege und wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen und Fiene startklar ist schicke ich sie auf diesen Punkt.

Auch diese Art des Trainings könnte aber durchaus vorhersehbar sein für den kleinen, schlauen, goldenen Hund und darum sind mir die Trainings mit Helfer wirklich heilig. Heute hatte ich meinen Mann als Helferlein und wer hätte es gedacht…. er hatte richtig Spaß. Ausgestattet mit Walkstool und einem Walki Talki bezog er Posten im Gelände…. Funkname: Standort Wald

Nun kommt er also, der Punkt mit dem Vertrauen. Wir waren in einem ihr unbekannten Gelände. Es sollten Markierungen gearbeitet werden und zwischendurch immer mal ein Voran auf die alte Fallstelle der Markierung.

So kann man sich das heutige Trainingsgelände vorstellen…

Als erstes fällt eine Markierung D1 die auch direkt gearbeitet werden darf. Als Fiene auf dem Rückweg ist legt der Helfer das nächste Dummy aus. Voran!

Es fallen nacheinander zwei Markierungen. Zuerst wird D2 dann D1 gearbeitet. Fiene ist auf dem Rückweg von D1 wenn der Helfer wieder ein Dummy an die Fallstelle von D2 legt. Voran!

Ich drehe mich von unserem Standpunkt aus gesehen um 180° vom Helfer weg und werfe 2 Dummys in das hinter uns liegende Wäldchen.

Wir drehen uns zurück. 2 Markierungen fallen und werden in der Reihenfolge D1 und D2 gearbeitet. Hier musste ich sie einmal mit „Nein!“ stoppen denn D2 war schon sehr nah am Laufweg zu D1 gefallen. Im zweiten Anlauf hat es dann geklappt.

Nach dieser Aufgabe ging ich mit Fiene zu dem Wäldchen und ließ sie 1 Dummy suchen. In der Zwischenzeit legte das Helferlein 3 Dummys aus. Schwierig beim seitlichen Schicken war hier, dass sie mich durch das hohe Graß und die Bäume nur schlecht sehen konnt. Trotzdem ist sie klasse rausgegangen… *stolzbinaufmeinMäuschen*

Bei der Abschlußübung ging es um die Fußarbeit und das korrekte drehen am Fuß. Wir liefen vom Helfer weg. Auf das Kommando behind drehten wir uns und die Markierung fällt. Drei Mal wiederholten wir das Prozedere, dann sagten wir „haben fertig!“