Ein wirklich schweres Mark

hat meine Süße heute gearbeitet. Zum Abschluß an ein wirklich tolles Mudpaws Training wollte ich Delphin noch ein wirklich langes Mark arbeiten lassen.

Grob geschätzt ca. 100 Meter durch den Wald. Werfer nicht sichtbar, Flugbahn schon, Fallstelle wiederum nicht.

Der Wald bot eine natürliche Schneise, die direkt auf einen Baum zu führte (was für eine doofe Beschreibung .. Baum im Wald).

Was ich nicht bedacht hatte… Sie musste einen Waldweg überqueren (Treckerspuren von den Forstfahrzeugen). Dieser Übergang zog sie  rechts vom direkten Weg ab. Aber nur ganz kurz, sie nahm Wind und hatte ihr Dummy ratzfatz im Fang und war auf dem Rückweg!

Ich war stolz wie Bolle und freute mich mindestens genauso wie mein Fienchen.

Außerdem haben Jens und Kathrin wirklich tolle Bilder gemacht.

Wasserseminar (A)

Themen:

Steadyness am Wasser, Ausgabe des Dummys in die Hand, „Nicht Schütteln“ beim Herauskommen aus dem Wasser, Grundgehorsam am Wasser, Einzelmarkierung an Land und Wasser, Arbeiten ins Wasser, am Wasser entlang, Schuß am Wasser.

So lautet die Seminarbeschreibung auf Angelikas Webseite. Grundsätzlich haben wir bei keinem dieser Punkte ein wirkliches Problem. Fiene ist ruhig, sie schüttelt sich nicht vor der Abgabe sie ist nicht „schußhitzig“. Alles gut, wenn da nicht der Punkt „Arbeiten ins Wasser“ wäre.

Ja, mit fremden Einstiegen hat sie ja so ihre Problemchen und braucht nochmal den ein oder anderen verbalen Schubser bevor sie sich in die Fluten stürzt. Da uns das bei jedem WT unnötig Punkte kosten wird gilt es gerade jetzt daran zu arbeiten. Außerdem bat ich Angelika, mal auf mich zu achten … Ich sag nur „Kommunizieren sie nicht so viel mit ihrem Hund!“

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bei der jeder seine persönliche Baustelle nennen durfte gings auch direkt an die Wasserkante. Die Wartezone war so gelegt, dass die Hunde von dort weder das Wasser noch das Geschehen beobachten konnten.

Bei den ersten Aufgaben spielte das Wasser nur die Rolle der Verleitung. Fußarbeit am Wasser entlang. Abrufen am Wasser entlang. Fußarbeit auf das Ufer zu, wenden und wieder zurück.

Damit wurde die Erwartungshaltung der Hunde schon ein wenig eingedämmt. Diese Aufgaben wurden zuerst allein, dann in der Gruppe absolviert.

Als nächstes kam das Dummy ins Spiel. Dieses wurde mit einer Schleppleine gesichert damit, falls ein Hund einspringen sollte, dieser nicht zum Erfolg kommt.

Hier hatte schon der ein oder andere Vierbeiner sichtlich Probleme seine Augen von dem Dummy abzuwenden. Wir arbeiteten als erstes und dann machte ich es mit Fiene in der Nähe des Geschehens bequem um ein paar Fotos zu machen. Auf Angelikas Frage, ob das für Fiene nicht zu viel Stress sei, ließ die Maus den Kopf sinken und schnaufte tief. Nein, sie hatte definitiv keinen Stress (sie musste ja auch noch nicht ins Wasser).

Leider waren die Lichtverhältnisse nicht wirklich gut und die Hunde einfach zu schnell, so dass keine tollen Bewegungsbilder zustande gekommen sind aber einige meiner Knipsereien sind doch was geworden.

Carina und Aidan warten auf ihre Verleitung

Immer weiter gingen diese Grundgehorsamsübungen bis die Hunde tatsächlich so weit waren, dass sie sich zum ersten Mal in die Fluten stürzen konnten.

Der erste Apport war eine einfache Wassermarkierung in ca. 20 – 25 Meter. Gut sichtbar geworfen und mit einem deutlichen Platscher zu hören und zu sehen.

Dieser Einstieg war noch leicht für alle Hunde zu bewältigen. Auch das Dummy reinholen war für keinen ein Problem. Dann aber zeigt die Wasserarbeit ihre Tücke. Klatschnass das Dummy bis zu Frauchen bringen… das erwies sich als die große Schwierigkeit.

Da bin ich ja wirklich froh, denn unsere Abgabe kann man sich hier nochmal angucken. Das Problem schien sich bei den Anderen auf fast ähnlichem Weg eingeschlichen zu haben. In der Erwartung, dass der Hund das Dummy fallen lässt um sich zu schütteln, geht der Hundeführer auf ihn zu und „grabscht“ hastig nach dem Dummy. Diese Aktion (vorgebeugte Körperhaltung) und das schnelle Fassen nach dem Apportel bauen viel Druck auf. Dieser veranlasst den Hund unsicher zu werden und das Dummy schnellstmöglich loswerden zu wollen.

Ein Teufelskreis, den es nun zu unterbrechen gilt.  Für den zweiten Apport tauschten Angelika und das arbeitende Gespann die Plätze. Bei diesem Einstieg (steiler) hatte Fiene dann schon ihr erstes Problemchen. Aber mit einem deutlichen „fetch it“ schwamm sie dann doch los, um ihr Dummy zu retten.

Isimo stürzt sich in die Fluten

Dann machten wir alle und die Hunde eine wohlverdiente Pause.

Frisch gestärkt und mit neuem Tatendrang gingen wir an die nächsten Aufgaben. Es war immer eine Kombination aus Standruhe, Grundgehorsam, und Markier- / Merkfähigkeit.

Teamaufgaben

Beide Teams stehen an P1. Das Dummy fällt direkt vor die Gespanne ins Wasser. Team 1 geht nun den Hund frei bei Fuß zu P2. In dieser Zeit heißt es für Team 2 – Warten! Von P2 wir der erste Hund nun auf das Dummy geschickt. Danach fällt wieder ein Dummy und Team 2 arbeitet von P1 aus.

Für Fiene war der Apport von P2 kein Problem. Wieder zögerte sie ein wenig am steilen Einstieg von P1 aus. Angelika gab mir den Tipp sie nicht ganz so lange warten zu lassen… Platsch und schicken… Und siehe da…. mit einem riesen Satz war die Maus im Wasser. „Das ist mein Mädchen!“ 🙂

Wieder hatte Fiene eine Runde Wartezeit bis sich auch alle anderen Teams durch die Aufgabe gearbeitet hatten. Zügig ging es weiter und Angelika erklärte die nächste Aufgabe.

Doppelmarkierung

Das Team steht an P2 nacheinander fällt zuerst D1 und direkt danach D2. Der Hund soll nun D1 holen und direkt zurück kommen. War für Fiene überhaupt kein Problem … sie hatte das zweite Mark komplett ausgeblendet 😦   Angelika musste einige Steinchen werfen bis sich Madam daran erinnerte, dass es ja tatsächlich zwei Mal geplatscht hatte.

Maya beim Voran
Aidan beim Voran
Isimo beim Voran

Nach diesen Aufgaben zogen wir mit unserem ganzen Geraffel ans Ende des Teichs. Fiene und ich kannten diesen Teil des Gewässers noch von der JPR Vorbereitung. Etwas steilerer Einstieg, das Dummy fällt ins Schilf und die Nähe des Ufers verleitet die Hunde aus dem Teich rauszuklettern und das Gewässer dann zu umlaufen.

Fitch auf dem Weg ins Schilf.

Hier sieht man Fitch auf seinem Weg zur Markierung. Hier konnte man auch seine super Nase mal in Aktion erleben…..

Für die nächsten Bilder danke ich der Geli *drück Dich* … Sonst hätte ich wirklich nur Wartebilder von der Maus.

Nicht den Landweg!!! Yes!

Nach diesen Aufgaben waren alle Hunde wirklich fix und fertig. Wir sammelten uns noch mal, bekamen einige abschließenden Tipps zum zu Hause üben und dann stellten wir uns noch zum Gruppenfoto auf.

v.l.
Sabrina/Chaya, Gabi/Fitch, Lisa/Isimo, Carina/Aidan, Cornelia/Mala und Angelika/Delphin
Birgit musste mit ihrer Maya schon früher los ... darum haben sie es nicht auf's Gruppenfoto geschafft.

Jetzt bearbeite ich noch die übrigen Fotos … und dann gehen die Mails an die Teilnehmer raus. Es war ein schöner Tag unter netten „Hunde-Menschen“ …. vielleicht bis bald 🙂

Manches muss sacken …

… und so habe ich die Maus mal ein paar Tage in Ruhe gelassen. Sie durfte flitzen, schnüffeln, sich einferkeln… also alles, was sie richtig gerne mag.

Heute bin ich dann aber wieder mit ihr losgezogen. Ich wollte sehen, ob sie die Wasserstelle vom Training am Discovery-Day 2012 gut annimmt und sofort das Flüsschen überquert. Hier sieht man nun einen Zusammenschnitt unserer Arbeit.

Im Hintergrund hört man übrigens Cosma, die sich laut beschwert, dass sie… nicht in die Fluten darf.

Nach dieser kurzen Arbeitseinheit war dann das Licht noch wirklich schön um ein paar Bilder zu machen.