Selketal-Stieg Etappe 1 [HWN 055 und 172]

Karfreitag. Bestes Wanderwetter. Die Saison für das aktuelle Mudpaws-Wanderteam geht los. Von nun an begleiten mich Mac und Hetty auf meinen Streifzügen durch den Harz.
Fiene ist mit ihren 13 Jahren inzwischen in Wander-Rente. Gleichmäßig das Tempo halten, angeleint und an den Rucksack angeklippt sind diese Kilometer für die Hunde viel anstrengender als wenn sie im Freilauf wären. Mac hat jetzt bereits eine gute Kondition, sodass wir die Streckenlänge langsam steigern können.

Von unserer Stammunterkunft in Harztor fuhr der GöGa mich zum Bahnhof nach Stiege. Von dort führten mich die knapp 9 km nach Güntersberge. Durch das Selketal fährt eine der Harzer-Schmalspurbahnen. Immer wieder schön, wenn die Lok mit ihren Wagen an einem vorbeischnauft.

Mein Weg führte mich eine ganze Weile entlang der Gleise, vorbei am oberen Teich.

Über eine weite Wiesenebene gelangen wir nach knapp 4 km zur Stempelstelle 055 [Wüstung Selkenfelde/Kirche]. Dort machen wir eine kleine Rast und kommen mit anderen Wanderern ins Gespräch.

Als wir uns wieder auf den Weg machen, stolpern wir über eine ungeplante Stempelstelle. Die [Selkenfelder Schanze] ist Teil des Stempelhefts „Harzer Geschichtsorte – Burgen und Schlösser“. Da ich das Heft nicht mitgenommen hatte, drücke ich den Stempel einfach in mein kleines Notizbuch, dass ich für solche Notfälle immer dabei habe.

Immer weiter führt uns unser Weg in Richtung Güntersberge und dort zum Katzsohlteich [Stempel 172]. Oberhalb dieses Teiches befand sich in früheren Zeiten ein Marmorbruch. Mit Hilfe der Wasserkraft wurde der Marmor geschnitten und poliert. Durch den Bezug zum Bergbau konnte ich diesen Stempel auch noch in das Begleitheft des Harzer Steigers drücken.

Ich freue mich schon auf unseren nächsten Besuch im Harz und auf eine weitere Etappe auf dem Selketal-Stieg

Jahresprojekt 02 | 03.23

Na, habt ihr die schönen Untersetzter gesehen, die ich letzten Monat gemacht habe? Die Beschenkte hat sich sehr gefreut.

Nachdem ich nun zwei Projekte mit Flex-Folie geschafft habe, wird es diesmal etwas mit Vinyl-Folie. Der wohl größte Unterschied ist, dass man für das Aufbringen des Motivs eine Trägerfolie benötigt. Dazu aber später mehr.

Im Laufe dieses Jahres werde ich viel im Netz surfen, viele Seiten anschauen und auch auf YouTube werde ich oft unterwegs sein.
Ich werde in meinen Posts zu diesem Jahresprojekt immer wieder zu anderen Blogs oder auch Shops verlinken – dies geschieht, weil ich dort Hilfe gefunden oder auch etwas für meine Projekte gekauft habe. Es handelt sich nicht um Kooperationen oder Ähnliches. Wenn es Werbung sein sollte, dann erfolgt sie unbeauftragt und unbezahlt.

Passend zur Jahreszeit möchte ich Frühlingsdeko basteln. Glas, Moos, Eier, ein paar Blümchen … da sollte sich doch etwas zaubern lassen.

Bei den vorherigen Projekten wurde die Folie mittels Hitze und Druck auf den Stoff gebracht. Da das Motiv umgedreht wird, um es auf den Stoff zu pressen, muss es auch immer gespiegelt werden.

Bei der Vinyl-Folie ist das anders. Diese Folie kann auf Holz, Glas, Porzellan, Papier u. ä. aufgebracht werden. Die Folie liegt auf einem Trägerpapier. Wenn das Motiv geschnitten ist, wird die überschüssige Folie abgezogen und das Motiv entgittert.
Danach wird die Transferfolie auf das Motiv gerakelt. Das muss man sehr gründlich tun, damit beim Abziehen der Folie das gewählte Motiv auch wirklich daran festklebt.

Im nächsten Schritt wird das Trägerpapier der Vinyl-Folie entfernt und das Motiv auf dem Objekt platziert. Bei mir ist das ein größeres Schraubglas. Wieder kommt der Rakel zum Einsatz.

Wirklich jede Stelle muss gut angedrückt werden, bevor als Letztes die Übertragungsfolie abgezogen werden kann.

Natürlich wurden die hübschen Gläser gleich in Szene gesetzt.

Danke Andrea, dass du auch in 2023 wieder diese schöne Aktion betreust und wir uns auf deinem Blog treffen können.

Ein Projekt für ein Jahr verfolgen. Es dokumentieren und teilen. Erfolge feiern, sich motivieren lassen. Sich Rat oder Lösungsvorschläge einholen oder auch mal trösten lassen, wenn es nicht so klappt. So sollen die Teilnehmer die Aktion von Andrea der Zitronenfalterin verstehen. Jeder werkelt an seinem eigenen Wunschprojekt und zeigt jeweils am 1. das eigene Tun.

Dinge, die ich verwendet habe:

Gläser [aus meiner Speisekammer]

Datei „Hallo Frühling“ [Sandra Herrgott Etsy Shop]

Datei „Vögel auf Ast“ [ATDigitaldesigns Etsy Shop]

Vinyl Folie [Plottermarie]

Transferfolie [Amazon Link]

Rakel [Amazon Link]

🥾 North Coast 500 [ 03 | 2023 ]

Jede Hunderunde, jede Wanderung und jedes Schwimmtraining zählen als Kilometer auf dem North Coast 500.

Stand heute 123 von 806 geschafft. Da ich derzeit keine größeren Wanderungen mache, geht es nur langsam voran.

Es ist wieder Postkarten-Zeit:

Copyright: The Conqueror Challenges

Dieser Text begleitet die Postkarte und er enthält reichlich Informationen:

Vorbei an Fischerseen, Stauseen und kleinen Dörfern kam ich an der Straßenkreuzung von Achnasheen an, die von Thomas Telford gebaut wurde. Als Bauingenieur, Architekt und Steinmetz, war Thomas ein außergewöhnlicher Designer. Sein Ruf war von einem solchen Ruf, dass er den Spitznamen „The Colossus of Roads“ erhielt, da er für den Entwurf und den Bau zahlreicher Straßen in ganz Großbritannien und, vor allem, für die Verbindung vieler zuvor unzugänglicher Highland-Bezirke verantwortlich war. 

Angefangen als Steinmetz im Jahr 1771, als er gerade 14 Jahre alt war, umfassten seine Infrastrukturprojekte in den nächsten 63 Jahren über 1.000 Brücken, mehrere Kanäle, darunter den Göta-Kanal in Schweden und den Kaledonischen Kanal in den Highlands, Häfen und zahlreiche Kirchen. Thomas war auch ein versierter Schriftsteller, der zur Edinburgh Encyclopaedia beigetragen und Gedichte veröffentlicht hatte, bevor er als Ingenieur berühmt wurde. 

Nachdem er eine beeindruckende Liste abgeschlossener Werke in ganz Großbritannien hinterlassen hat und als erster Präsident der Institution of Civil Engineers fungiert, wird Thomas‘ Vermächtnis jährlich mit der Telford-Medaille ausgezeichnet, einem Preis, der jedes Jahr an Autoren verliehen wird, die außergewöhnliche schriftliche Werke geschaffen haben, wovon die Tiefbau- und Baubranche profitieren.

Nachdem ich einen Moment an der Kreuzung innegehalten hatte, um die Werke von Telford in mich aufzunehmen, bog ich nach Südwesten ab und fuhr an mehreren Lochs entlang nach Lochcarron. Vor 1813 war es als Janetown bekannt, ein winziges Dorf, das sich verdreifachte, als eine von Inverness kommende Hauptstraße eröffnet wurde. Das Dorf liegt am Loch Carron, einem See, der hervorragende Möglichkeiten zum Tauchen und Unterwasserfotografie bietet. Einer der Höhepunkte für einen Fotografen ist der Seeboden aus Flammenmuscheln, einer Art kleiner Salzwassermuscheln mit leuchtend orangefarbenen Tentakeln, die aus den Rändern herausragen. Auch Fische wie der 15-stachlige Stichling, der nach seinen 14-17 Stacheln vor seiner Rückenflosse so genannt wird, und der Kleinfleckter Katzenhai sind im See zu finden. 

Als Schlossliebhaber machte ich einen Abstecher zu den Ruinen von Strome Castle. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert auf einer felsigen Klippe erbaut und war von strategischer Bedeutung, da sie die Strome Narrows an der Mündung des Loch Carron bewachte. Ein Jahrhundert später in den Händen der Macdonalds of Glengarry wurde die Burg oft mit dem benachbarten Clan, den Mackenzies, umkämpft. Eines Nachts im Jahr 1602 wurde Wasser aus dem Brunnen gezogen und versehentlich in das Fass mit dem Schießpulvervorrat anstelle des Wasserfasses geschüttet, wodurch die Burg wehrlos wurde. Als die Mackenzies die Nachricht von diesem Fehler erhielten, belagerten sie die Burg. Es folgten Verhandlungen und die Mackenzies stimmten zu, einen sicheren Durchgang zu den McDonald’s zu gewährleisten. Nachdem die Macdonalds gegangen waren, sprengten die Mackenzies die Burg. Obwohl heute nur noch sehr wenig von der Burg übrig ist, lohnt sich der Besuch wegen der Aussicht auf den See, die Enge und die tiefgrüne Landschaft.

Dieser Abschnitt vervollständigt den südlichen Teil des NC500. Von Lochcarron fahre ich die Westküste entlang bis nach Durness. (Copyright: The Conqueror Challenges)

Was für eine großartige Landschaft. Ich melde mich wieder ….

Teil 1

Teil 2

……. Fortsetzung folgt ….